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Wirtschaftsförderung
Twitter weiterempfehlen  27.07.2016

10 Milliarden für Start-ups

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
Neuer Treibstoff für zündende Ideen (Foto: tai111/Fotolia)
Gute Nachrichten für alle Gründer: Laut Medienberichten plant Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Förderung von Start-ups in Zukunft massiv auszubauen. Insgesamt sollen 20 Milliarden Euro aktiviert werden.
Die Start-up-Szene in Deutschland boomt – allen voran die Hauptstadt Berlin. Einen weiteren Aufschwung erhoffen sich nicht wenige Wirtschaftsförderer durch den Brexit. Viele Start-ups aus London zeigen demnach Interesse, von der Themse an die Spree zu ziehen. Auch die Bundesregierung hat das Potenzial der neuen Gründergeneration erkannt und baut die Förderung massiv aus. Erst vor wenigen Tagen hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigt, Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen. Nun zieht auch das Bundesfinanzministerium nach.

Frisches Geld für vielversprechende Ideen

Geplant ist, bei der staatlichen KFW-Bank einen Fond über zehn Milliarden Euro aufzulegen. Darüber hinaus stehen weitere zehn Milliarden für vergünstige Kredite zur Verfügung. Für jeden Euro, den die Gründer an Wagniskapital erhalten, sollen sie einen Euro Kredit zu vergünstigten Bedingungen bekommen. Die Idee dahinter: Durch den Kredit brauchen Gründer nicht so viel Wagniskapital, wodurch sie am Ende mehr Anteile behalten können. Das Risiko trage darüber hinaus der Bundeshaushalt. Das Finanzministerium kalkuliert mit max. 200 bis 400 Millionen Euro Ausfällen pro Jahr.

Gefördert werden sollen Start-ups, die bereits die Gründungsphase erfolgreich abgeschlossen haben.

Start-ups sehen die Reform der Investmentbesteuerung kritisch

Aus der Start-up-Szene kommen aber nicht nur positive Stimmen zur neuerlichen Initiative aus dem Finanzministerium. So erinnert Florian Nöll, Vorsitzender des Start-up-Verbands, gegenüber der Zeitung „Die Welt“ an den „Diskussionsentwurf“ zur Reform der Investmentbesteuerung (InvStRefG) aus dem Finanzministerium (ausführlich hierzu unser Bericht auf investmenddigital.de). Risikokapitalgeber können demnach beim Verkauf von Start-up-Anteilen auf steuerliche Erleichterungen hoffen. Gleichzeitig ist aber auch eine Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne aus Streubesitzanteilen an Kapitalgesellschaften geplant. Gründern werde somit massiv der Weg zu dringend benötigtem Kapital erschwert, so Noll weiter. Damit breche die Bundesregierung das Versprechen, die Finanzierungsbedingungen von Start-ups nicht weiter zu verschlechtern. Bisher müssen beim Verkauf von Streubesitz auf Gewinne kaum Steuern gezahlt werden – unter der Voraussetzung, dass das erlöste Kapital wieder reinvestiert wird.

Auch die Bilanz der bisherigen Programme, wie „Invest“, fällt bescheiden aus. Seit Mai 2013 wurden laut Recherchen von „Die Welt“ von den bereitgestellten 150 Millionen Euro lediglich 23,59 Millionen Euro abgerufen.

Geld allein reicht nicht

Und bei all den Förderinitiativen darf zudem nicht vergessen werden, dass die wichtigste Ressource die Menschen sind, die etwas wagen wollen, so Prof. Dr. Detlef Stronk, Honorarprofessor für Wirtschaftsförderung und Unternehmensführung an der Fachhochschule Brandenburg, im Interview mit der ESV-Redaktion. Auch motivierte Mitarbeiter sind in den Augen von Stronk unbezahlbar.

Weiterführende Literatur

Wie Sie aus einer Idee ein tragfähiges Business kreieren, erläutern Eva Vogelsang, Prof. Dr. Christian Fink und Matthias Baumann Schritt für Schritt in dem Band: „Existenzgründung und Businessplan Ein Leitfaden für erfolgreiche Start-ups“, der mittlerweile in der 4. Auflage vorliegt. Das Buch können Sie hier vorbestellen.

Wie Wirtschaftsförderung gelingen kann, erfahren Sie in dem Band „Erfolgreiche Wirtschaftsförderung: Strategien – Chancen – Best Practices“, herausgegeben von Prof. Dr. Detlef Stronk.

Und über alle Fragen des Investments informiert Sie unsere Datenbank: investmentdigital.de

(Quelle: Welt.de)

(ESV/ms)

 

 

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
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