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Stiftung und Europa
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3. StiftungsIMPACT: Die Europäische Union - Traum und Wirklichkeit

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
3. StiftungsIMPACT „Europa zusammenhalten” (Foto: Erich Schmidt Verlag/Angela Kausche)
Der Traum von Europa verblasst immer mehr. Wie das Bild der Europäischen Union aussieht und was Stiftungen tun können, um die europäische Idee wieder zu beleben, stand im Mittelpunkt des 3. StiftungsIMPACT.
„Der Traum von Europa ist noch nicht ausgeträumt“, so Elke Hlawatschek, Geschäftsführerin der TUI Stiftung auf dem 3. StiftungsIMPACT der ESV-Akademie Anfang Juli. Einig war sich sich mit Susanne Hauer, stellvertretende Geschäftsführerin der Allianz Kulturstiftung und Anke Pätsch, Mitglied der Geschäftsleitung im Bundesverband Deutscher Stiftungen, dass der Wert der EU für die gemeinsamen Werte wie  Freiheit, Sicherheit und Toleranz nicht hoch genug einzuschätzen sei. 

Studie der TUI Stiftung: Fragile Zustimmung zu Projekt Europa

„Die da in Brüssel“, so lautet oft ein abfällig gemeinter Satz, der sich gegen Europa als Institution richtet. Laut einer Studie der TUI-Stiftung teilen viele Jugendliche diese negative Auffassung. Für sie ist die EU vor allem ein behäbiger Verwaltungsapparat. Die  kulturellen Werte erschließen sich den  jungen Menschen nicht mehr. Lediglich 18 Prozent der jungen Europäer schreiben der EU eine gemeinsame kulturelle Basis zu, nur 7 Prozent verbinden laut Studie die EU mit den Begriffen  „Religion und christliche Kultur“. Dies sei ein  „trauriger Befund“, so die Diskussionteilnehmerinnen. Das gilt auch für  die Tatsache, dass jeder fünfte junge Europäer einen Austritt seines Landes aus der EU befürwortet. Dabei müssen vor allem nationale Unterschiede berücksichtigt werden. So ist der Unmut über die EU in Griechenland mit 31 Prozent am stärksten. Das ebenfalls krisengeschüttelte Spanien überraschte dagegen mit einer positiven Haltung gegenüber der EU.

Den Fliehkräften entgegenwirken

Die Diskussionsteilnehmerinnen waren sich einig: „Jugendliche sollen in Zukunft wieder von einem gemeinsamen Europa träumen“. Doch wie sieht es mit der   Stiftungsarbeit für Europa aus? Wie Jugendliche Europa wieder mehr wertschätzen – dies zu erreichen sei eine große Herausforderung. Daher solle die Nähe zu anderen europäischen Stiftungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gesucht werden, um Kräfte zu bündeln und der (Wahrnehmungs-)Krise entgegenzuwirken. Auch sollte dem Pessimismus mit mehr Informationen über Europa begegnet werden. Auch könne  ein Schulfach „Europa“ etabliert werden, wofür Stiftungen aktiv Lobby betreiben könnten. Die Wahrnehmung der EU könne auch und gerade in den sozialen Medien verbessert werden, wo Stiftungen aktiv werden könnten. Dort könnten Stiftungen zum Beispiel innovative Social-Media-Projekte unterstützen, um die Jugend besser über die EU zu informieren.

ESV-Akademie
Die kommenden Veranstaltungen der ESV-Akademie finden Sie hier im Überblick.


Zusammenhalt Europa: Die Verantwortung der Stiftungen

Die aktuelle Ausgabe von Stiftung&Sponsoring beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle das Thema Europa für Stiftungen einnimmt. Darüber hinaus gibt Sawsan Chebli, Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, wichtige Impulse für das Europaengagement von Stiftungen.

(ESV/gs)

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
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