leer  Ihr Warenkorb ist leer

 
Berliner Handbücher
 
Berliner Kommentare
 
Juris Allianz ESVcampus ESV Akademie Der ESV auf Twitter
 
Aktuelle Steuerrechtsprechung
Twitter weiterempfehlen  22.05.2017

Aktuelle Entscheidungen im Steuerrecht

ESV-Redaktion Steuern
Aktuelle Entscheidungen auf dem Gebiet des Steuerrechts im Überblick (Foto: sebra/Fotolia.com)
Das BVerfG hat zum Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften entschieden. Der BFH hat die Frage nach der Gemeinnützigkeit von Turnierbridge beantwortet. Wichtige aktuelle finanzgerichtliche Entscheidungen betrafen die Umlagezahlungen eines Charterausfallpools und die Zuordnung der ersten Tätigkeitsstätte beim Flugpersonal und bei Polizisten im Streifendienst.

Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften nach § 8c Satz 1 KStG (jetzt § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG) mit dem Grundgesetz unvereinbar

Die Regelung in § 8c Satz 1 KStG, wonach der Verlustvortrag einer Kapitalgesellschaft anteilig wegfällt, wenn innerhalb von fünf Jahren mehr als 25 Prozent und bis zu 50 Prozent der Anteile übertragen werden (schädlicher Beteiligungserwerb), ist mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) unvereinbar. Gleiches gilt für die wortlautidentische Regelung in § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG in ihrer bis 31. Dezember 2015 geltenden Fassung. Dies hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mit Beschluss vom 29. März 2017 entschieden.

BVerfG-Beschluss vom 29. März 2017 – 2 BvL 6/11

Umwandlungssteuergesetz
Bei betriebswirtschaftlich notwendigen Restrukturierungen sind zahlreiche Mandantenanfragen zu den steuerlichen Konsequenzen zuverlässig zu beantworten. Doch selbst für erfahrene Steuerexperten besteht zum Umwandlungssteuerrecht oft erheblicher Orientierungsbedarf. Als äußerst komplexe und stark haftungsanfällige Teildisziplin des Steuerrechts verbinden sich hoher Anspruch und meist hohes Risiko zu einem brisanten Mix. Der Band UmwStG, der in der Beratungspraxis und zunehmend auch in der Rechtsprechung viel Resonanz findet, konzentriert sich auf die fundierte Kommentierung des UmwStG, Erarbeitung praxistauglicher Lösungswege, insbesondere bei unklarer oder umstrittener Rechtslage, verständliche Darstellung mit Übersichten und einer Vielzahl von Beispielen. Wer einen praxisnahen Wegweiser durch den Dschungel des Umwandlungssteuerrechts sucht, wird hier fündig.

Vertragsarztpraxis: AfA beim Erwerb und Abschreibbarkeit des immateriellen Wirtschaftsgutes „wirtschaftlicher Vorteil aus einer Vertragsarztzulassung“


Die Übertragung von Vertragsarztpraxen berechtigt den Erwerber nur dann zu Absetzungen für Abnutzung (AfA) auf einen Praxiswert und das miterworbene Inventar, wenn Erwerbsgegenstand die gesamte Praxis und nicht nur eine Vertragsarztzulassung ist. Dies hat der BFH mit zwei Urteilen vom 21. Februar 2017 entschieden.

BFH-Urteile vom 21. Februar 2017 VIII R 7/14 und VIII R 56/14

Periodisierung in der steuerlichen Gewinnermittlung
Die steuerliche Gewinnermittlung mittels der Steuerbilanz befindet sich unter anhaltendem Reformdruck. Insbesondere das Inkrafttreten des BilMoG, aber auch die Steuergesetzgebung, die Finanzverwaltung und der BFH haben einer zunehmenden Durchbrechung der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz Vorschub geleistet. So erscheint es mittlerweile fast unmöglich, eine Handelsbilanz aufzustellen, die gleichzeitig als Steuerbilanz fungieren kann. Vor diesem Hintergrund und der zentralen Frage, ob an der Gewinnermittlung über Erträge und Aufwendungen (Periodisierung) festgehalten werden sollte, analysiert Dr. Matthias Gröne in dem Werk Periodisierung in der steuerlichen Gewinnermittlung die Konzeption der Periodisierung in der Steuerbilanz, Entstehungsgeschichte der Periodisierung in der Steuerbilanz, Adäquanz einer Beibehaltung der Periodisierung in der Steuerbilanz. Die dabei entwickelten Handlungsempfehlungen für die künftige Ausgestaltung der steuerlichen Gewinnermittlung werden mit einer Vielzahl von Abbildungen und Beispielen anschaulich.

Gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Mietaufwendungen bei Konzertveranstaltern

Mit nun veröffentlichtem Urteil vom 8. Dezember 2016 hat der BFH entschieden, dass Konzertveranstalter die Kosten für die tageweise Anmietung von Konzertsälen und anderen Veranstaltungsstätten bei der Gewerbesteuer anteilig ihrem Gewinn hinzurechnen müssen.

BFH-Urteil vom 8. Dezember 2016 IV R 24/11

Die Organschaft im Steuerrecht
Die Organschaft ist ein wichtiges Instrument der Steuergestaltung für Unternehmen. Dabei unterliegt sie permanentem regulatorischem Wandel, der Unternehmer und Berater zwingt, auf ständig neue Rahmenbedingungen zu reagieren: auch infolge aktueller EuGH-Entscheidungen, die selbst grundlegende Voraussetzungen infrage stellen – z.B. dass im Bereich der Umsatzsteuer nur juristische Personen als Organgesellschaften fungieren können. Orientierung in der komplexen Materie ermöglicht Peter Schumacher mit dem Werk Die Organschaft im Steuerrecht.

Turnierbridge ist gemeinnützig

Der BFH hat mit zwei Urteilen vom 9. Februar 2017 entschieden, dass ein Anspruch auf Anerkennung der Förderung von Turnierbridge als gemeinnützig besteht, weil Turnierbridge die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet ebenso fördert wie Sport.

BFH-Urteile vom 9. Februar 2017 V R 69/14 und V R 70/14

Vergütungs- und Kostenrecht im FG- und BFH-Verfahren
Das Vergütungs- und Kostenrecht in finanzgerichtlichen Verfahren zu durchschauen, ist alles andere als einfach. Unrichtige oder unterlassene Kostenfestsetzungsanträge, falsche Streitwertermittlungen sowie die Erhebung unzulässiger Klagen kosten unnötig Geld und belasten das Verhältnis zum Mandanten. Walter Jost schafft mit dem Ratgeber zum Vergütungs- und Kostenrecht im FG- und BFH-Verfahren Abhilfe.

Umlagezahlungen eines Charterausfallpools unterliegen der Versicherungsteuer

Nach einer jüngst veröffentlichten Entscheidung des FG Köln vom 18. Januar 2017 unterliegen Umlagezahlungen, mit denen Vereinsmitglieder für den Fall einer nicht kostendeckenden Vercharterung ihrer Schiffe unterstützt werden, der Versicherungsteuer.

Urteil FG Köln vom 18. Januar 2017 2 K 3758/14

Steuerberatervergütungsverordnung
Der Kommentar StBVV ist das ideale Werk zum schnellen Nachschlagen bei den typischen Praxisfragen zur Vergütung der Steuerberater. Die 8. Auflage bringt Sie u.a. zu allen Änderungen durch die StBVV-Novelle 2016 auf den neuesten Stand, beispielsweise zur Vergütungsvereinbarung und zu den Informationspflichten.

Aktuelle Meldungen
Hier bleiben Sie auf dem aktuellen Stand im Bereich Steuern. Sie können auch unseren kostenlosen Newsletter Steuern hier abonnieren.

Polizeibeamte im Streifendienst: Erste Tätigkeitsstätte an ihrer Dienststelle

Nach einem Urteil des FG Niedersachsen vom 24. April 2017 begründen Streifenpolizisten an ihrer Dienststelle (Polizeirevier) eine erste Tätigkeitsstätte im Sinne des neuen ab 2014 geltenden steuerlichen Reisekostenrechts. Dies hat zur Folge, dass Fahrtkosten vom Wohnort zur Dienststelle nur in Höhe der Entfernungspauschale abziehbar sind und Mehraufwendungen für Verpflegung bei dienstbedingter Auswärtstätigkeit eine ununterbrochene Abwesenheit von mindestens 8 Stunden von der Dienststelle erfordern.

Urteil FG Niedersachsen vom 24. April 2017 2 K 168/16

Flugpersonal: Im Arbeitsvertrag festgelegter Flughafen ist die erste Tätigkeitsstätte

Ein angestellter Pilot und eine angestellte Flugbegleiterin können seit der gesetzlichen Neuregelung ab 2014 die Aufwendungen für durchgeführte Fahrten von der Wohnung zum Flughafen im Rahmen des Werbungskostenabzugs nicht nach Dienstreisegrundsätzen, sondern nur im Wege der Entfernungspauschale ansetzen, wenn es sich bei diesem Flughafen um den arbeitsvertraglich zugewiesenen Flughafen handelt. Dieser arbeitsvertraglich zugewiesene Arbeitsort ist die erste Tätigkeitsstätte. Das hat das FG Hessen mit Urteil vom 23. Februar 2017 entschieden.

Urteil FG Hessen vom 23. Februar 2017 1 K 1824/15

Ertragsteuern
Mit Band 1 Ertragsteuern des fünfbändigen Traditions-Lehrwerks „Betrieb und Steuer“ eignen Sie sich alle wesentlichen Grundlagen der Ertragsteuern systematisch an. Die sorgfältig geprüfte Neuauflage bringt alle Inhalte wieder auf den neuesten fachlichen und rechtlichen Stand.

(ESV/fl)

Programmbereich: Steuerrecht

 
Zurück
 
Als Nettopreise angegebene Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Alle Nettopreise, also auch die Monatspreise, wurden aus den Bruttopreisen errechnet. Daher kann es wegen Rundungsungenauigkeiten bei einer Rückrechnung zu Abweichungen um wenige Cent kommen.




© 2017 Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG, Genthiner Straße 30 G, 10785 Berlin
Telefon (030) 25 00 85-0 | Telefax (030) 25 00 85-305 | E-Mail: ESV@ESVmedien.de