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Ludger Hoffmann auf der Buchmesse
Twitter weiterempfehlen  27.10.2017

Deutsch als Zweitsprache: Das Ausschöpfen der sprachlichen Potentiale aller

ESV-Redaktion Philologie
Berichtete am ESV-Stand über DaZ: Prof. Dr. Ludger Hoffmann (Foto: ESV)
Ein Highlight am Stand des Erich Schmidt Verlags auf der Frankfurter Buchmesse war der Impulsvortrag von Prof. Dr. Ludger Hoffmann zum Thema Deutsch als Zweitsprache. Doch worüber sprach er konkret? Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht.
Ludger Hoffmann berichtete über Sprache ganz allgemein als Medium der Verständigung, der Wissensverarbeitung und des Lernens und zu Erstsprachen, Zweitsprachen und Fremdsprachen. Es folgten genauere Informationen zur deutschen Sprache an sich, zu einigen Problemfeldern im deutschen Sprachraum, wie nicht anerkannte Kontaktsprachen und zu allgemeinen Problemen im Umgang mit Mehrsprachigkeit.

Die deutsche Sprache hat einige für Lernende nicht einfache grammatische Besonderheiten wie Nominalgruppen, bestimmte Artikel, Perfektbildung, die Fälle und Präpositionen, die eine Herausforderung darstellen können. Gerade daher ist es sehr wichtig, dass Lehrkräfte sich dieser bewusst sind.

Ludger Hoffmann stellte ganz konkret Deutsch und die Kontaktsprache Türkisch gegenüber, wobei interessante Parallelen und Unterschiede zum Vorschein kamen.

Zudem ging es um die Entwicklung von Deutsch als Zweitsprache: Früher stellte die Disziplin die Defizite im Deutschen fest und glich diese für einige Schüler(innen) aus. Daraus folgte eine Anpassung an deutsche Rahmenbedingungen, die nicht unbedingt zum Schulerfolg führte.

Ein neuer Ansatz von Deutsch als Zweitsprache hingegen zielt auf Mehrsprachigkeit und ihre Chancen ab. Für den Erfolg im Fach ist das Ausschöpfen der sprachlichen Potentiale aller einsprachiger und mehrsprachiger Schüler(innen) im europäischen und außereuropäischen Rahmen sehr wichtig, das dann zum Schulerfolg führt.

Lesen Sie auch unser Interview mit Ludger Hoffmann.

Was muss man wissen, wenn man DaZ unterrichtet?

Folgende Grundlagen für Deutsch als Zweitsprache in der mehrsprachigen Schule der nahen Zukunft stellte Ludger Hoffmann vor:
  • In jeder Sprache kann man alles sagen!
  • Keine Diskriminierung von Sprachen oder Sprechern!
  • Lernen, zumal in der Schule, ist in allen Fächern sprachfundiert.
  • Sprache ermöglicht den Austausch und prägt die gedankliche Verarbeitung.
Kontaktsprachen müssen in erreichbaren Schulen reguläre Unterrichtsfächer sein, dafür brauchen wir eine wissenschaftliche Grundlage und Ausbildung.

Die ideale Einbindung von Deutsch als Zweitsprache  für die (künftige) mehrsprachige Schule sieht er folgendermaßen:
  • Deutschlehrkräfte koordinieren den Einbezug der Minderheitensprachen.
  • Sie sind ausgebildet für die Diagnose.
  • Lehrkräfte aller Fächer zeigen Sprachbewusstheit.
  • Alle wissen um die Notwendigkeit eines hinreichenden Fach-Wortschatzes.
  • MINT-Fächer entwickeln eine sprachsensible Fachdidaktik: Mathematik (Textaufgaben), Chemie/Physik/Biologie (Protokolle …)
  • Lehrerausbildung, Weiterbildung und Schulen reflektieren die Rolle von Sprache und Mehrsprachigkeit und entwickeln sich schrittweise: über Experten in der Lehrerschaft für Deutsch als Zweitsprache; Deutsch als Zweitsprache als obligatorischer, ausgebauter Teil der gesamten Lehrerausbildung; Ausbreitung der Kenntnisse in den Kollegien.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Zahlreiche Besucher kamen an den ESV-Stand, um Ludger Hoffmann zuzuhören und anschließend mit ihm zu diskutieren. Zum Impulsvortrag.

Deutsch als Zweitsprache: Ein Handbuch für die Lehrerausbildung

Herausgegeben von: Prof. Dr. Ludger Hoffmann, Dr. Shinichi Kameyama, Dr. Monika Riedel, Pembe Sahiner
Das Buch ist ein aktuelles und umfassendes Handbuch zu Deutsch als Zweitsprache.

Es behandelt alle relevanten Aspekte und bietet wissenschaftlich fundierte Informationen zur Mehrsprachigkeit in Deutschland und zum Unterricht „Deutsch als Zweitsprache“.

Es enthält Konzepte für die Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache im Deutsch- wie im fächerübergreifenden Unterricht. Die besondere Bedeutung von Sprache für die Vermittlung von Wissen und ihre Rolle im fachlichen Lernen beispielsweise in den Naturwissenschaften gehört zu den Leitmotiven des Buches. 

Für einen guten Unterricht ist es notwendig, sich Strukturwissen der Erstsprachen anzueignen und mögliche Lernhürden wie lernerleichternde Momente zu kennen.

(ESV/lp)

Programmbereich: Deutsch als Fremdsprache

 
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