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Bargeldobergrenze
Twitter weiterempfehlen  22.02.2016

„Deutschland ist super attraktiv für Geldwäsche und Kriminalität“

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
Fissenewert: „Bargeldobergrenze überfällig” (Foto: jochenrolfes.de)
ESV-Autor Peter Fissenewert diskutierte am Sonntagabend in der ARD-Talkshow Anne Will: Thema der Sendung war der Vorschlag von Finanzminister Schäuble, eine Obergrenze bei Bargeldgeschäften einzuführen.
„Erst begrenzen, später gar abschaffen - Nimmt uns der Staat das Bargeld weg?“ Mit dieser Frage setzte sich Anne Will in ihrer Talkshow am Sonntag-Abend auseinander. Neben ESV-Autor Prof. Dr. Peter Fissenewert saßen in der Runde Finanzstaatssekretär Michael Meister (CDU), FDP-Chef Christian Lindner, Ex-Finanzminister Theo Waigel (CSU) und Nancy Schneider, Geschäftsführerin eines Leipziger Autohauses.

Auf 5.000 Euro möchte der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Bargeldzahlungen beschränken. Ziel der Maßnahme ist es, Geldwäsche und Terrorfinanzierungen zu verhindern. Grundlage der Forderung ist eine aktuelle Studie, die vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegeben wurde. Demnach werden allein in Deutschland jährlich fast 100 Milliarden Euro „gewaschen“.

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Fissenewert: „Wir leben in einer Gefahrenzone“

Aus Sicht von Peter Fissenewert ist der Schritt, eine Bargeldobergrenze einzuführen, überfällig. Nach seiner Auffassung leben „wir in einer Gefahrenzone“, die es gelte zu beseitigen. Bereits in der Wirtschaftswoche (Wiwo) Anfang Februar hat sich Fissenewert für die schrittweise Abschaffung des Bargeldes ausgesprochen, um die „Schattenwirtschaft in den Griff zu bekommen“. In dem Wiwo-Interview forderte er eine Obergrenze von maximal 1.000 Euro bei Barzahlungen.

Andere Länder, wie Frankreich, Belgien oder Italien seien hier schon weiter. So liegt in Frankreich die Obergrenze bei 1.000 Euro und in Belgien und Italien bei 3.000 Euro. Ob die Maßnahme sinnvoll ist, darüber wurde nicht nur in der Runde heftig diskutiert. Die wichtigste Frage, ob in den genannten Ländern allerdings die Kriminalität aufgrund der Beschränkung zurückgegangen ist, wurde in der Sendung nicht gestellt, wie Grünen-Politiker Christian Ströbele via Twitter nach der Sendung anmerkte. Dies sei, so Ströbele, nämlich nicht der Fall.

(ESV/ms)

Hintergrund
Prof. Dr. Peter Fissenewert ist Rechtsanwalt und Partner der internationalen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm Rechtsanwälte Partnerschaft. Seit 2005 hat er eine Professur für Wirtschaftsrecht inne. Als Mittelstands-Experte hat er sich intensiv mit der Entwicklung und Implementierung von Compliance-Management-Systemen auseinandergesetzt.

Soeben ist im Erich Schmidt Verlag das „Praxishandbuch internationale Compliance-Management-Systeme: Grundsätze - Checklisten - Zertifizierung gemäß ISO 19600” erschienen.

Auch im ESV erschienen ist das von Rüdiger Quedenfeld herausgegebene Handbuch Bekämpfung der Geldwäsche und Wirtschaftskriminalität, sowie das Handbuch Geldwäscheprävention: Verschleierungstechniken – Normen und Institutionen – Länderrisiken von Dirk Ehlscheid und Brigitte Pfeiffer.

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
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