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Umsetzungsgesetz
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EU-Bilanzrichtlinie: Stichtag 20. Juli 2015

ESV-Redaktion
Bilanzen: Präzision erforderlich (Foto: Sandra Gligorijevic/Fotolia.com)
Ein harmonisierter Rechtsrahmen für die Rechnungslegung von im Binnenmarkt tätigen Unternehmen – das ist die Zielsetzung der neuen EU-Bilanzrichtlinie 2013/34/EU. Bis 20. Juli 2015 muss sie in deutsches Recht umgesetzt sein.
Rechtsunsicherheit ist kein guter Begleiter. Und dennoch sind Bilanzverantwortliche nicht selten damit konfrontiert. Denn die Bilanzierung latenter Steuern gilt bei der Erstellung des Jahresabschlusses als eine der schwierigsten Aufgaben. Notwendig ist es dabei, Paragraph 274 Handelsgesetzbuch sowie die in diesem Zusammenhang stehenden Vorschriften zu beleuchten. Dies geschieht in Carina Ollingers gerade erschienenem Werk - ebenso wie eine eingehende Auseinandersetzung mit den bisher kaum beachteten Wirkungen der größenabhängigen Erleichterungen im Fall eines Größenklassenwechsels.

Wer sich zudem bereits jetzt mit dem deutschen Umsetzungsgesetz zur EU-Bilanzrichtlinie befassen will, findet in Ollingers Werk "Latente Steuern im handelsrechtlichen Einzelabschluss" eine gute Vorbereitung. Denn die Autorin setzt sich qualifiziert mit dem Referentenentwurf auseinander. (ESV/map)

Im Wortlaut: § 274 Handelsgesetzbuch - Latente Steuern

  1. Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, so ist eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern (§ 266 Abs. 3 E.) in der Bilanz anzusetzen. Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern (§ 266 Abs. 2 D.) in der Bilanz angesetzt werden. Die sich ergebende Steuerbe- und die sich ergebende Steuerentlastung können auch unverrechnet angesetzt werden. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung zu berücksichtigen.
  2. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen zu bewerten und nicht abzuzinsen. Die ausgewiesenen Posten sind aufzulösen, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Der Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" auszuweisen.


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