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Altersvorsorge
Twitter weiterempfehlen  17.11.2015

Mehr Transparenz durch neue Produktinformationsstelle

ESV-Redaktion Recht
Altersvorsorge: Besserer Verbraucherschutz bei Rürüp- und Riester-Rente. (Foto:ArtFoth/Fotolia.com)
Die neue „Produktinformationsstelle Altersvorsorge“ soll zu einer besseren Verbraucherinformation über Riester- und Rürup-Rente beitragen. Was sind ihre Aufgaben?
Das Bundesministerium der Finanzen hat der neuen, als gemeinnützige GmbH gegründeten Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA) die Aufgabe übertragen, den Verbraucherschutz bei steuerlich geförderten privaten Altersvorsorgeprodukten zu stärken. Dazu zählen die Basisrente – bekannter als Rürup-Rente – und die Riester-Rente. Oft sind für Verbraucher die verschiedenen Angebote der Versicherer nur schwer miteinander zu vergleichen.

Künftig bewertet die PIA mit festgelegten mathematischen Situationsverfahren die verschiedenen Altersvorsorge-Angebote am Markt. Der Bund der Versicherten e.V. (BdV) sieht das positiv: „Wir begrüßen die wissenschaftliche Neutralität angesichts der aktuellen scharfen Riester-Diskussion”, sagt Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

Informationsblatt für Altersvorsorgeprodukte ab 2017

Die private Altersvorsorge zur finanziellen Absicherung nach dem Berufsleben hat stark zugenommen. Verbraucher haben inzwischen 16 Millionen Verträge abgeschlossen – entweder als Basisrente oder als Riester-Rente. Damit die Verbraucher die verschiedenen Angebote zur privaten Altersvorsorge besser vergleichen können und Risiken sowie Kosten im Blick behalten, müssen Anbieter von Zusatzrenten von Januar 2017 an ihren Kunden im Beratungsgespräch ein Informationsblatt vorlegen. Dieses einheitliche Produktinformationsblatt soll Verbraucher über die wesentlichen Merkmale der Altersvorsorgeprodukte informieren. Es enthält eine Chancen-Risiko-Klassifizierung der Vorsorgeprodukte und nennt Produktart, Kosten, Garantien, Renditeerwartungen, Risiken usw. Verzichtet wird auf grafische Gestaltungsmittel, im Vordergrund steht eine verständliche Sprache.

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Optimale Angebote zur Altersvorsorge dank Risikoanalyse


Um die Chancen-Risiko-Klassen der Altersvorsorgeprodukte zu ermitteln, hat die PIA das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITW in Kaiserslautern beauftragt. Das Institut gehört laut eigener Aussage zu den führenden Forschungs- und Entwicklungsdienstleistern in Deutschland und kennt die aktuellen finanzmathematischen Forschungsresultate. Mithilfe einer Software ermittelt das Institut die Chancen-Risiken-Klassen der angebotenen Produkte zur Altersvorsorge, entwickelt Kapitalmarktmodelle und leistet Forschungsarbeiten. Die eigens dafür entwickelte Software ALMS ist ein Werkzeug für das Asset-Liability-Management (ALM), zu Deutsch: Bilanzstrukturmanagement. Durch das Bilanzstrukturmanagement soll mit der Steuerung aller Bilanzpositionen die erwartete Rendite unter Unsicherheit verbessert werden. Dazu werden gleichzeitig Anlagen und Verbindlichkeiten auf ihre Renditen und ihre zeitliche Staffelung untersucht.

Produktinformation Altersvorsorge zunächst auf Zeit

Zunächst wird die PIA für fünf Jahre ihre Aufgaben wahrnehmen. Nach Ablauf besteht die Möglichkeit für weitere fünf Jahre. Gemeinsam mit dem Fraunhofer ITWM als unabhängiges, wissenschaftliches Institut soll es dazu beitragen, die Vergleichbarkeit und Transparenz von Produkten zur Altersvorsorge zu verbessern. Prof. Dr. Ralf Korn, Leiter der Abteilung Finanzmathematik am Fraunhofer ITWM meint dazu: „Wir hoffen mit den Chancen-Risiko-Klassen dem Verbraucher ein verständliches Kriterium an die Hand zu geben, das ihm die Auswahl des für ihn geeigneten Produkts erleichtern wird.“ (ESV/bm)

Das könnte Sie auch noch interessieren: Altersvorsorgeprodukte: Es reicht nicht, nur die Kosten zu vergleichen

Literaturhinweis zum Thema

Im Kommentar Staatliche Förderung der Altersvorsorge und Vermögensbildung erläutern Praktiker aus Rechtsprechung, Wissenschaft und Finanzverwaltung die einschlägigen Regelungen der privaten Altersvorsorge und betrieblichen sowie gesetzlichen Altersversorgung. Dargestellt werden förderfähige und nicht förderfähige Produkte sowie das Zertifizierungsverfahren bei Basisrenten und Altersvorsorgeverträgen.


 
 

Programmbereich: Sozialrecht und Sozialversicherung

 
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