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Arbeitsschutz
Twitter weiterempfehlen  24.07.2015

„Nehmt auch die jungen Arbeitnehmer in den Blick!“

ESV-Redaktion
Junge Arbeitnehmer verkennen häufig ihre Belastungen (Foto: Kneschke/Fotolia.com)
Die erwerbsfähige Bevölkerungsgruppe altert – unaufhaltsam. Ihre Leistung müssen die jungen Arbeitnehmer auffangen. Unternehmen sollten sie daher bei Restrukturierungsmaßnahmen nicht aus dem Blickfeld verlieren, fordert die Sozialwissenschaftlerin Corinna Sinkowicz.
Die Geburtenrate bleibt niedrig und der geburtenstarke „Baby-Boomer“-Jahrgang erreicht bald das „Seniorenalter“. Die breiteste Stelle der klassischen Bevölkerungspyramide hat sich in die Mitte verschoben, ist nun bauchförmig, mit Tendenz nach oben hin steigend. Laut der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes, besteht die Bevölkerung heute

  • zu 18 Prozent aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren,
  • zu 61 Prozent aus 20- bis unter 65-Jährigen – den Erwerbsfähigen – und
  • zu 21 Prozent aus 65-Jährigen und Älteren.

Bis zum Jahr 2030 sollen entscheidende Veränderungen im Altersaufbau stattfinden, die sich bis 2060 noch weiter verstärken. Dann werden doppelt so viele 70-Jährige leben, wie Kinder geboren werden, so die Auswertung.

Alterspyramide in der Berufswelt

Der demografische Wandel veranlasst auch immer mehr Unternehmen zu Veränderungen. Haben 2006 noch 38 Prozent der Unternehmen die Altersstruktur ihrer Belegschaft analysiert, so waren es 2008 bereits 53 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Personaldienstleisters Adecco.

Weiterbildungsmaßnahmen für ältere Arbeitnehmer und altersgerechte Arbeitsplätze sind, hinsichtlich der demografischen Zahlen für die nächsten Jahrzehnte, unumgänglich. Doch sollten dabei nicht die jungen Arbeitnehmer aus dem Blickfeld gesundheitsfördernder Maßnahmen geraten. Denn sie werden bald die Arbeitsleistung der gegenwärtig noch stark besetzten mittleren Jahrgänge auffangen müssen. Die bauchförmige Alters-„Pyramide“ macht eine langjährige Erwerbsfähigkeit der 25- bis 35-Jährigen für die Unternehmen immer wichtiger. Was gehört zu ihren Problemlagen, und was sollten Unternehmen beachten? Corinna Sinkowicz hat die jungen Beschäftigten in dem Beitrag: "Zu den Problemlagen junger Beschäftigter – macht ihnen Arbeit wirklich nur Spass?" auf ARBEITSSCHUTZdigital.de in den Blick genommen.

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„Gebt mir noch mehr Aufgaben“

Um die richtigen Maßnahmen für eine frühzeitige Gesundheitsförderung jüngerer Arbeitnehmer zu treffen, rät Sinkowicz den Unternehmen dazu, erst einmal ihre Erwartungen an Erwerbsarbeit, aber auch ihre Belastungserscheinungen und Bewältigungsstrategien zu betrachten.

Durchgängig das Beste geben und bestmögliche Arbeit zu verrichten - diesen Anspruch haben viele der jungen Arbeitnehmer heute. So das Ergbnis einer Umfrage unter Beschäftigten im Alter von 25 bis 35 Jahren. Dieser Anspruch an das eigene Leistungsvermögen („Gebt mir noch mehr Aufgaben und ich zeig' Euch, dass es trotzdem irgendwie funktioniert“, Zitat einer Befragten) kann zur Belastung werden, erklärt Sinkowicz. Das gilt in den Fällen, in denen die eigenen Erwartungen nicht realisierbar sind.

Erweiterte Leistungserwartung

Neben dem vorausgesetzten Fachwissen werden heute vermehrt auch individuelle und persönliche Kompetenzen erwartet. Die zunehmende „Subjektivierung“ von Arbeit kann, einmal abgesehen von den positiven Auswirkungen, auch zur Überforderung führen.

Problematisch ist dann, wenn die Belastungen nicht erkannt werden. Weder von den jungen Kollegen selbst, noch von ihren Vorgesetzten. Zu welchen körperlichen Symptomen Überforderung führen kann, können Sie in dem Beitrag von Corinna Sinkowicz nachlesen. (ESV/ck, map)

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Literaturhinweise zum Thema Gesundheit

Über die Beeinträchtigungen der Arbeit informiert das Buch Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung, herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

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