leer  Ihr Warenkorb ist leer

 
Berliner Kommentare
 
COMPLIANCEdigital - Treffsicheres Wissen für die Compliance!
 
Juris Allianz ESVcampus ESV Akademie Der ESV auf Twitter
 
Stiftung und Bildung
Twitter weiterempfehlen  17.05.2017

StiftungsIMPACT: Lernen in „Einstürzenden Schulbauten“?

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
2. StiftungsIMPACT zum Thema Bildung: Vom Fordern und Fördern (Foto: Angela Kausche/ESV)
Welche Rolle Stiftungen im Bildungssektor spielen, war Thema des 2. StiftungsIMPACT Mitte Mai in Berlin in den Räumen der Stiftung Bildung.
Das Thema Bildung ist – nicht nur für Stiftungen – eines der zentralen Handlungsfelder. Oft entscheidet sich doch bereits in der Kita, welchen Bildungsweg Kinder einschlagen (können). Nicht mit dem Status quo zufrieden zu geben, ist der Anspruch der drei Diskussionsteilnehmer und die Organisationen, die sie vertreten: Monika Bremer von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt am Main, Katja Hintze von der Stiftung Bildung und Roman R. Rüdiger von der Social Profit Organisation Education Y.

Ausgangssituation: „Einstürzende Schulbauten“

Die Diskussion zeigte sehr deutlich, wo die Lücken aber auch die Potenziale in unserem Bildungssystem liegen. Ein zentraler Punkt ist das Thema Infrastruktur. Hier sind die Probleme am offensichtlichsten  – Substanzschäden, Schimmel, Modernisierungsstau –, wie die StiftungBildung in dem Blog „Einstürzende Schulbauten“ aufzeigt.

Die vier K: Kooperation, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken

Schulen, so Rüdiger, seien zudem nicht darauf ausgerichtet, die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts zu vermitteln: Kooperation, Kommunikation, Kreativität und kritisches Denken. Vor allem in der digitalen Lehre, darüber waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, gebe es Nachholbedarf. Oftmals sei es nicht allein das Problem der technischen Ausstattung, sondern die fehlende Kompetenz, neue digitale Lernmittel einzusetzen.

Dass Schule besser gelingen kann, dafür gebe es auch positive Beispiele, meint Rüdiger. Gute Schulen zeichnen sich nicht selten vor allem dadurch aus, dass sie engagierte Schulleiter hätten. Sie sorgten dafür, dass „ihre“ Schule nicht nur Bildung verwaltet, sondern Bildung fördert – und das auf ganz unterschiedlichen Wegen. Diese Schulen würden von „Unternehmerpersönlichkeiten“ geleitet, die Visionen hätten und diese auch umsetzten.

Und Stiftungen?

In Ministerien und Schulen, so Hintze und Rüdiger übereinstimmend, gebe es oft Umsetzungsprobleme. Dieses werde, so Hintze weiter, inzwischen auch erkannt. Hintze berichtete von einem Workshop zum Thema Changemanagement in Schulen für Schulleiter mit unerwartet hoher Teilnehmerzahl. Hier sieht Hintze auch die Aufgabe von Stiftungen, Themen aufzugreifen und in das Bildungssystem einzubringen. Gerade aber für die Zusammenarbeit mit Ministerien brauche man Geduld: „Steter Tropfen höhlt den Stein“, wie Bremer anhand des Sprachförderprogrammes der Stiftung Polytechnische Gesellschaft exemplarisch zeigte. Seit 11 Jahren führt die Stiftung das Projekt durch. In diesem Jahr habe nun das Hessische Kultusministerium das Programm „DeutschSommer“ für den Standort Gießen übernommen und führe es sukzessive voraussichtlich auch in weiteren hessischen Städten ein.

Stiftungen, so Bremer, könnten nicht nur schneller reagieren, sondern auch proaktiv agieren, indem Trends frühzeitig erkannt werden. So können – auch auf Basis von verschiedenen Bildungsstudien – neue Programme entsprechend aufgebaut werden. Hierfür bedürfe es manchmal eines langen Atems. Doch den hätten Stiftungen im Bildungssektor ohnehin.

Sowohl als auch: Impulsgeber und Lückenfüller

Stiftungen seien aus der heutigen Bildungslandschaft nicht wegzudenken, waren sich die Diskutanten einig. Als „freie Radikale“ forderten sie das Bildungssystem mit Impacts immer wieder neu heraus. Als Fazit des 2. StiftungsIMPACT bleibt: Stiftungen sind sowohl Impulsgeber, in vielen Bereichen aber auch Lückenfüller.

ESV-Akademie
Die kommenden Veranstaltungen der ESV-Akademie finden Sie hier im Überblick.

 
Bildung: Vom Fördern und Fordern
Die aktuelle Ausgabe von Stiftung&Sponsoring beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Stiftungen im Bildungssektor einnehmen (können). Darüber hinaus berichtet Felix Oldenburg, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, über die aktuellen Herausforderungen der Stiftungen in Deutschland – vor allem auch im Bereich Bildung.

(ESV/ms, mp)

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
Zurück
 
Als Nettopreise angegebene Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Alle Nettopreise, also auch die Monatspreise, wurden aus den Bruttopreisen errechnet. Daher kann es wegen Rundungsungenauigkeiten bei einer Rückrechnung zu Abweichungen um wenige Cent kommen.


© 2017 Erich Schmidt Verlag GmbH & Co. KG, Genthiner Straße 30 G, 10785 Berlin
Telefon (030) 25 00 85-0 | Telefax (030) 25 00 85-305 | E-Mail: ESV@ESVmedien.de