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356 Seiten, 18,5 x 26,4 cm, kartoniertISBN
978-3-503-13833-3Erscheinungstermin
22. Februar 2012Programmbereich
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Nanomaterialien: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den SRU
Nanomaterialien werden zumeist im Hinblick auf ihre wirtschaftlichen Chancen wahrgenommen. Damit dies auch weiterhin so bleibt, muss das Vertrauen in die Sicherheit ihrer Verwendung von der „Wiege zur Bahre“ gut begründet sein. „Vorsorgestrategien für Nanomaterialien“ zielen auf die Früherkennung möglicher Risiken, auf das Schließen von Wissenslücken und auf staatliche Maßnahmen, sollte ein Besorgnisanlass festgestellt werden. Nur so kann frühzeitig die „Spreu vom Weizen“ getrennt werden. In seinem Sondergutachten bietet Ihnen der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) daher eine Zusammenfassung des aktuellen Stands der Risikoforschung bei Nanomaterialien sowie Empfehlungen für einen vorsorgeorientierten Umgang mit solchen Stoffen.Der SRU konnte keine „konkrete Gefährlichkeit“ von Nanomaterialien feststellen und warnt vor „pauschalen Urteilen“. Dieser Befund ist aber nicht als generelle Entwarnung zu sehen, da vielfach noch umfassende Risikobewertungen ausstehen. Neben erheblichen Kenntnislücken gibt es bereits einzelne Hinweise, die Anlass zur Besorgnis geben. Entsprechend zielt das umfangreiche auch rechtspolitische Handlungsprogramm des Gutachtens auf eine verbesserte Balance zwischen Innovationsdynamik und erforderlichem Risikowissen. Insbesondere ist eine Weiterentwicklung von REACH notwendig, damit die europäische Chemikalienkontrolle Nanomaterialien systematischer erfassen, bewerten und gegebenenfalls kontrollieren kann.
Der SRU berät die Bundesregierung bereits seit 1972 in Fragen der Umweltpolitik. Der Rat setzt sich aus sieben Universitätsprofessoren und -professorinnen verschiedener Fachdisziplinen zusammen. So ist eine wissenschaftlich unabhängige und umfassende Begutachtung, sowohl aus naturwissenschaftlich-technischer als auch aus ökonomischer, rechtlicher und politikwissenschaftlicher Perspektive sichergestellt.
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