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Wann ist die Rechnungslegung anzupassen? Das IDW gibt Antworten. (Foto: Gerhard Seybert/stock.adobe.com)
Corona-Krise

IDW ergänzt Hinweis für Rechnungslegung und Prüfung

Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern
30.03.2020
Zu den Auswirkungen der Coronavirus-Ausbreitung auf die Rechnungslegung und Prüfung hat das IDW einen zweiten fachlichen Hinweis veröffentlicht.

Er ergänzt den zuvor veröffentlichten Teil 1 unter anderem dahingehend, dass die Auswirkungen auf Abschlüsse und Lageberichte für Berichtsperioden, die nach dem 31.12.2019 enden, dargestellt werden. Ferner sind ausführlichere Hilfestellungen zum Prüfungsprozess enthalten. Soweit die Ausführungen in Teil 1 auch Relevanz für Berichtsperioden haben, die nach dem 31.12.2019 enden, wird auf sie verwiesen, um Wiederholungen zu vermeiden.

In dem 32-seitigen PDF-Dokument geht es auch um die Berücksichtigung von öffentlichen Stützungsmaßnahmen und die handelsrechtliche Rechnungslegung. Hier werden etwa der Anhang, der Lagebericht und die Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses erläutert. Besonderheiten der Konzernrechnungslegung werden ebenso besprochen wie ausgewählte Hinweise zur IFRS-Rechnungslegung.

Auswirkungen auf den Prüfungsprozess

Hierbei geht es um Besonderheiten bei der Feststellung und Beurteilung von Fehlerrisiken und um Auswirkungen der Risikobeurteilung auf weitere Prüfungshandlungen einschließlich der Beurteilung der Going-Concern-Prämisse. Zudem werden der Umgang mit Einschränkungen bei der Erlangung von Prüfungsnachweisen, die Kommunikation mit den für die Überwachung Verantwortlichen und die Berichterstattung des Abschlussprüfers thematisiert.

Die zwei fachlichen Hinweise und weitere Informationen finden Sie hier. Abrufbar ist dort auch ein fachlicher Hinweis zu Auswirkungen auf die Unternehmensbewertung. Der Hinweis des Fachausschusses für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) vom 25.3.2020 stellt klar, dass ökonomische Entscheidungen regelmäßig auf der Grundlage von Werten getroffen werden, die mit Zukunftserfolgswertverfahren ermittelt werden. Dabei ist Unsicherheit an zwei Stellen zu berücksichtigen: zum einen in den Erwartungen künftiger finanzieller Überschüsse, zum anderen hierzu äquivalent in der Risikoprämie, die Investoren für die Übernahme der Unsicherheit fordern.

Einfluss der IFRS auf das HGB – auch als eBook erhältlich

Autor: Dr. Anna Holtsch

Die schrittweise Annäherung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften an die IFRS stellt eine bedeutende Entwicklung im jüngeren Bilanzierungsrecht dar. Spätestens das Inkrafttreten des BilMoG hat die Frage nach dem Einfluss der IFRS auf die Auslegung handelsrechtlicher Vorschriften und auf die Interpretation der handelsrechtlichen GoB neu aufgebracht.

Unter umfassender Berücksichtigung auch der europarechtlichen Ebene macht Anna Holtsch die bestehenden tiefgehenden Vernetzungen zwischen IFRS und HGB transparent. Im Fokus stehen dabei u.a.:

  • Interdependenzen im Gesetzgebungsprozess durch einschlägige EU-Richtlinien und Endorsement-Verfahren sowie deren Auswirkungen z.B. für den True-and-Fair-View-Grundsatz
  • Europarechtliche und internationale Rückkopplungen auf das GoB-System und einzelne GoB
  • Reichweiten des IFRS-Einflusses, konkret diskutiert für ausgewählte Bereiche der Umsatzrealisation

(ESV/fab)

Programmbereich: Management und Wirtschaft