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Dorothea Mertmann ist Geschäftsführerin des DIIR. (Foto: DIIR)

Neue Herausforderungen: Revisoren „mit ganzer Kraft unterstützen“

ESV-Redaktion INTERNE REVISIONdigital
15.06.2020
Die Corona-Pandemie trifft alle Bereiche eines Unternehmens. Wie wirken sich die Veränderungen auf die Arbeit des Deutschen Instituts für Interne Revision aus? DIIR-CEO Dorothea Mertmann zieht eine erste Bilanz.

Inwieweit musste sich die Interne Revision auf Änderungen einstellen?

Dorothea Mertmann: In erster Linie ist es unser Ziel, die Fach- und Führungskräfte so zu unterstützen, dass sie auch in der jetzigen Situation alles tun können, um für ihr Unternehmen einen Mehrwert zu generieren. Viele Interne Revisoren konnten sich relativ schnell umorganisieren. Prüfungen werden virtuell durchgeführt, ebenso natürlich Meetings. Aber auch die individuelle Aus- und Weiterbildung kommt trotz Corona nicht zu kurz. Mit unserem Berufsstand halten wir Kontakt mit regelmäßigen Mailings, virtuellen Veranstaltungen und über unsere Profile bei Xing und LinkedIn. Kommunikation und Austausch ist derzeit immens wichtig und hilfreich.

Wie unterstützt das DIIR dabei?

Dorothea Mertmann: Zu Beginn der Pandemie und des Shutdowns gab es natürlich viele offene Fragen. Durch unsere knapp 40 Arbeitskreise und das globale Netzwerk konnten wir aber schnell und zielgenau den einzelnen Revisionen helfen. Verschiedene Arbeitskreise haben beispielsweise für ihre Branchen jeweils eigene Standortbestimmungen gemacht.

Können Sie einige Beispiele nennen?

Dorothea Mertmann: Der Arbeitskreis Banken und Versicherungen hat sich angeschaut, wie die staatlichen Maßnahmen die Branche betreffen und was dabei zu beachten ist. Daraus ist ein Arbeitspapier entstanden, das ständig aktualisiert wird. Auch der gesamte Mittelstand sieht sich vor neue Herausforderungen gestellt. Die Interne Revision ist dort oftmals eine kleine Einheit oder muss auch andere Aufgaben übernehmen. Der Arbeitskreis Mittelstand hat herausgearbeitet, was jetzt für KMUs Priorität hat, wie die Ressourcen einzuteilen sind und wie es nach der Krise weitergehen kann. Zudem tauscht der DIIR-Dax-Roundtable regelmäßig Erfahrungen aus den großen Unternehmen aus und gibt Empfehlungen für unseren Berufsstand ab. Alle Papiere haben wir auf den DIIR-Profilen bei Xing und LinkedIn veröffentlicht.

Wie gewährleistet das DIIR trotz der Einschränkungen die Aus- und Weiterbildung?

Dorothea Mertmann: Die Akademie bietet auch in der Corona-Krise aktuelle Seminare für die persönliche Aus- und Weiterbildung der Fach- und Führungskräfte an. Präsenzveranstaltungen wurden natürlich erst einmal gestoppt. Wir haben aber unser Angebot an virtuellen Seminaren ausgebaut. Die einzelnen Kurse finden digital statt und die CIA-Prüfung kann man beim IIA derzeit online ablegen. Dazu haben wir nochmals die alternativen Möglichkeiten zur Sammlung von CPE-Weiterbildungspunkten zusammengestellt. Uns war es wichtig, dass man nicht auf die eigene Aus- und Weiterbildung, auf neuen Input und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen verzichten muss.

Wie läuft aktuell die Zusammenarbeit mit den internationalen Partnerinstituten, mit denen das DIIR vernetzt ist?

Dorothea Mertmann: Sehr gut. Die Digitalisierung hilft dabei natürlich enorm weiter. Und sehr wahrscheinlich wird sich vieles von dem, was wir derzeit ausprobieren, auch dauerhaft etablieren. Das IIA bietet beispielsweise eine Plattform für den internationalen Erfahrungs- und Informationsaustausch in der Corona-Krise an. Dort werden alle nützlichen Veröffentlichungen, Webinare, Studien und Events publiziert, die in der jetzigen Situation für das eigene Unternehmen von Interesse sind. Das klappt hervorragend, das Netzwerk wird stärker und das kollektive Wissen wächst.

Was nimmt der Berufsstand aus der Corona-Zeit mit?

Dorothea Mertmann: Die Corona-Krise hat Menschen, Unternehmen und Volkswirtschaften aus ihrem normalen Rhythmus geworfen. Die Art und Weise, wie wir zusammenleben aber vor allem auch arbeiten, wird sich signifikant ändern. Business-as-usual wird nach der Krise als New-Normal neu definiert werden. Das ist in meinen Augen aber eine große Chance. Für die Revision in Deutschland haben wir die Zeit gut genutzt, um Prozesse wie virtuelle Prüfungen, Desk-Top-Audits oder auch einen Mix von Präsenz beziehungsweise virtuellen Daten-Analytics-Prüfungen auszuprobieren. Aus diesen Erfahrungen werden wir viel für die Zukunft mitnehmen. Die neuen digitalen Formate für die individuelle und ortsunabhängige Aus- und Weiterbildung in unserer Akademie und den Zertifizierungen etwa sind auch in Zukunft sehr gut denkbar. Natürlich gibt es zudem neue fachliche Herausforderungen: Durch die Pandemie sind auch für Unternehmen und Institutionen neue Risiken entstanden, die wir als Interne Revisoren identifizieren und auf die wir reagieren müssen. Die Interne Revision kann jetzt ihre Stärken unter Beweis stellen. Das DIIR unterstützt den Berufsstand dabei mit ganzer Kraft.

Prüfungsleitfaden Revision externer Mitarbeiter

In einem sich wandelnden Marktumfeld suchen Unternehmen heute vielseitige Wege für mehr Flexibilität und die Einbindung temporärer Kapazitäten und zusätzlicher Qualifikationen. Zur Unterstützung der Stammbelegschaft steht der Einsatz von externen Mitarbeitern hoch im Kurs.

Die wesentlichen Risikofelder beim Einsatz von externen Mitarbeitern nimmt der DIIR-Arbeitskreis „Revision Personalmanagement und Interne Dienstleistungen" praxisnah in den Blick:

  • Grundlagen und Rahmenbedingungen, um rechtlich wie organisationsintern einwandfrei zu handeln und Haftungsrisiken zu vermeiden
  • Strategischer Rahmen für den Einsatz externer Mitarbeiter sowie Controlling und Review der Strategie
  • Risiken und Prüfungsthemen bei Arbeitnehmerüberlassung, Zeitarbeit sowie Werk- und Dienstverträgen

Der Leitfaden stärkt die Revisionspraxis in Unternehmen und im öffentlichen Sektor, sowohl bei der Prüfung der Prozesse zum Einsatz von externen Mitarbeitern als auch einzelner Prozessschritte. Modular aufgebaut, gibt er Ihnen eine solide Basis für die Entwicklung eigener Prüfungspläne.

Programmbereich: Management und Wirtschaft