BAuA-Studie über Auswirkung hoher Temperaturen im Büro
Wird es im Büro wärmer, steigen Hauttemperatur und Herzfrequenz, wie die BAuA- Studie zeigen konnte. Beides bleibt jedoch im gesundheitlich unbedenklichen Bereich. Erstaunlich ist das Ergebnis der kognitiven Tests. Entgegen der ursprünglichen Annahme der Forscher sank die Leistungsfähigkeit während der vierstündigen Versuchszeit nicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass zwischen dem Arbeiten bei gemäßigten und bei hohen Temperaturen kein Unterschied besteht. Die Versuchspersonen berichteten, dass sie sich bei 30 °C durch die Aufgaben deutlich angestrengter fühlten als bei 22 °C. Mit dem Anstieg der Temperatur nahm die Bereitschaft, sich anzustrengen, ab, und Erschöpfung sowie Schläfrigkeit zu. Bei den Tests der BAuA-Studie zu Konzentration, numerischem und verbalem Denken ließ sich kein deutlicher Leistungsabfall nachweisen.
Zum Schutz von Mitarbeitern ist für Arbeitgeber die Arbeitsstättenregel Raumtemperatur (ASR A3.5) maßgebend. Laut dieser Regel sollen ab einer Lufttemperatur von 26 °C Maßnahmen von Arbeitgebern ergriffen werden. Ab 30 °C müssen sie tätig werden, um die Beschäftigten vor der Hitze zu schützen. Während des Studienverlaufs zeigten bereits kleinste Maßnahmen, die von den Teilnehmern selbst ergriffen wurden, Wirkung. Die Kleidung zu lockern, mehr zu trinken oder kleine Pausen zu machen, hilft an heißen Tagen der Leistungsfähigkeit auf die Sprünge.