ESMA veröffentlicht Ergebnisse des ersten Stresstests
Der EU-weite Test sollte die Frage klären, ob die Kapitalausstattung der europäischen CCPs einen Ausfall der beiden wichtigsten Clearing-Mitglieder und gleichzeitige Preisschocks verkraften könnte.
Als Ergebnis hält die ESMA fest, dass die europäischen CCPs auch extremen Marktbewegungen standhalten könnten. Auch etwaige Ansteckungseffekte hätten keine systemischen Risiken zu Tage gefördert.
Allerdings differenziert die Behörde in ihrem Bericht nicht nach einzelnen CCPs. Das heißt, sie stellt sowohl die Ergebnisse als auch die Empfehlungen in aggregierter Form dar.
Trotz des positiven Ergebnisses hält die Aufsichtsbehörde Verbesserungsvorschläge für die CCPs parat. Das betrifft vor allem die Bewertung der Bonität der Clearing-Mitglieder durch die CCPs. Zudem beschreibt die ESMA Szenarien, die CCPs in ihren eigenen Stresstests anlegen sollten.
Grundlage für den Stresstest ist die Europäische Marktinfrastrukturverordnung (European Market Infrastructure Regulation – EMIR). Nach dieser hat die ESMA jährlich einen solchen Stresstest durchzuführen. Insgesamt prüfte die Aufsichtsbehörde 17 CCPs. Hierunter befanden sich auch die deutsche CCPs Eurex Clearing AG sowie die European Commodity Clearing AG.
Zum Testbericht der ESMA
| Weiterführende Literatur |
| Das Handbuch EMIR, herausgegeben von Prof. Dr. Rüdiger Wilhelmi, richtet sich in erster Linie an die Rechts- und Compliance-Abteilungen der Kredit-, Versicherungs- und Finanzdienstleistungswirtschaft sowie an Kapitalverwaltungsgesellschaften, Depotbanken, Clearingstellen und Aufsichtsbehörden. Es bietet Ihnen eine ausgewogene Mischung aus Praxis und Wissenschaft, wobei die rechtliche Entwicklung bei den Derivaten unter Berücksichtigung von wichtigen Schreiben der Aufsichtsbehörden dargestellt wird. |
(ESV/bp)
Programmbereich: Bank- und Kapitalmarktrecht