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Glücklicher arbeiten (Spectral-Design - Fotolia)
Work-Life-Balance

Fünf Tipps für ein glückliches Arbeitsjahr 2015

Christina Kickum (ESV-Redaktion Arbeitsschutzdigital)
12.12.2014
Mit dem Jahreswechsel nehmen sich viele Menschen positive Veränderungen in ihrem Alltag vor. Das neue Jahr ist auch ein guter Anlass, um das eigene Arbeitsleben zu reflektieren: Wie kann man sein Berufs- und Privatleben noch besser miteinander vereinbaren?

Die gute Nachricht lautet: Jeder kann selbst aktiv werden, um im neuen Jahr glücklicher zu arbeiten. Dabei unterstützt die Initiative "Neue Qualität der Arbeit" sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte mit zahlreichen Handlungshilfen und Checks. Dies geschieht im Rahmen des Projektes Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA).

Schutz vor Stress im Arbeitsalltag

Angesichts des bevorstehenden Jahreswechsels denkt so mancher über Verbesserungen nach: Wie kann ich 2015 zu einem erfolgreichen und guten Arbeitsjahr machen? Wie will ich 2015 arbeiten? Was macht mich glücklich? Dr. Natalie Lotzmann von der Initiative Neue Qualität der Arbeit ist Fachärztin für Arbeitsmedizin und verantwortet seit 2012 das globale Gesundheitsmanagement bei der SAP AG. Ihre fünf Tipps für 2015:

  1. Gehen Sie achtsam mit sich um: Finden Sie heraus, was Ihnen Energie gibt und Ihnen richtig gut tut. Planen Sie davon etwas jeden Tag bewusst in Ihren Alltag ein. Berücksichtigen Sie dabei nach Möglichkeit Ihren Biorhythmus. Entscheiden Sie, ob Sie es allein oder mit anderen tun wollen und tragen Sie diese Zeiten der Regeneration als Termine in Ihren Kalender ein. Nehmen Sie sich wichtig!

  2. Halten Sie inne, bevor Sie reagieren: Wenn Sie etwas stresst, atmen Sie erst einmal tief durch. Worum geht es hier wirklich? Überlegen Sie, wie die Situation am besten gelöst werden kann und was wirklich zielführend ist, um dies zu erreichen. Oftmals ist es nicht klug, dem ersten Impuls zu folgen.

  3. Sichern Sie sich Unterstützung: Was auch immer es ist, Sie sind damit nicht allein. Haben Sie Mut und vertrauen Sie sich jemandem an. Oftmals ist Unterstützung näher als man denkt. Wenn Sie bemerken, dass sich Ihre Stress-Situationen immer ähneln, könnte auch eine professionelle Beratung hilfreich sein. Viele Betriebe stellen hier eine vertrauliche Unterstützung zur Verfügung.

  4. Überdenken Sie Ihre Selbstorganisation: Hand aufs Herz - wie gut ist Ihr Zeit- und Selbstmanagement? Neigen Sie dazu, immer „ja“ zu sagen, ohne Ihre zeitlichen Möglichkeiten zu überschauen? Schenken Sie diesem Thema Aufmerksamkeit und holen Sie sich Rat bei jemandem, den Sie als sehr organisiert beobachten oder profitieren Sie von einem der vielen Ratgeberbücher.

  5. Arbeiten Sie gegen Ihren inneren Perfektionismus: Es ist heute nicht mehr möglich, alles zu wissen, alles zu können und alles zu erledigen. Lernen Sie loszulassen und klären Sie immer, bis wann etwas wirklich erledigt sein muss, wo vielleicht 80 Prozent reichen oder was delegiert werden kann. Besprechen Sie rechtzeitig mit Ihrer Führungskraft Ihre Prioritäten.

Das Projekt Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) der Initiative Neue Qualität der Arbeit (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) informiert darüber, wie Mitarbeitende vor zu viel Stress geschützt werden und sowohl Personalverantwortliche als auch Beschäftigte selbst Belastungen entgegenwirken können. Unter dem Motto „Kein Stress mit dem Stress“ bietet psyGA praxisnahe Materialien zum Thema psychische Gesundheit für Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen. Die Projektleitung liegt beim BKK Dachverband e.V.
Weitere Informationen: www.psyga.info

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz: Weiterführende Literatur

Es gibt zahlreiche Ursachen und Auswirkungen psychischer Probleme im Arbeitsleben. Welche Handlungsmöglichkeiten es bei psychischen Belastungen am Arbeitsplatz gibt, zeigt Ihnen die Auswahl in unserem Literaturüberblick.