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Im Fachgespräch mit der ER
Twitter weiterempfehlen  14.08.2019

Albers: „Bedingungen für Windenergie müssen sich verbessern“

ESV-Redaktion Recht
Albers: Windenergie wird in einem dekarbonisierten Energiesystem ein Masseträger sein (Foto: Massimo Cavallo/Fotolia.com)
In den letzten Ausschreibungsrunden wurden im Bereich Windernergie nur 41,5 Prozent des verteigerten Volumens ausgeschöpft. Herman Albers, Präsident des Bundesverbandes für Wind-Energie e. V., äußert sich gegenüber der Fachzeitschrift ER Energierecht zu den Gründen für den Rückgang.
Albers nennt vielfältige Gründe für den Negativrekord. Einige der Ursachen wären fehlende Genehmigungen. Auch die Dauer der Verfahren habe sich nahezu verdoppelt. Zudem hätten Regulatorik und Umfang der notwendigen Gutachten stark zugenommen. Mit dem Ausschreibungssystem habe der Gesetzgeber zwar für mehr Markt und Kostendruck gesorgt. Auch wurde dem eine effizientere Rolle zugesprochen. Es sei aber eine Fehlentwicklung in Bezug auf die Windenergie zu beobachten. Dennoch: Eine politische Mehrheit für eine Abschaffung des Systems sieht Albers nicht. Die Bedingungen für Windenergieprojekte müssten sich aber verbessern.

Zur Person
Hermann Albers ist Präsident des Bundesverbandes Wind-Energie e. V. und Vize-Präsident des Bundesverbandes für Erneuerbare Energie e. V. Er ist unter anderem Geschäftsführer des nordfriesischen Bürgerwindparks Simonsberg sowie verschiedener anderer Bürger-Windparkgesellschaften.

Ausbauschwächstes erstes Quartal in diesem Jahrtausend

Der Trend setzt sich im Moment abe rnoch fort: So waren die ersten drei Monate im Jahr 2019 mit Abstand das ausbauschwächste erste Quartal dieses Jahrtausends. Dies führt Albers auf den Zugang zum Ausschreibungsverfahren ohne eine BImSchG-Genehmigung zurück. Letzlich sorge dies für einen massiven Rückstand beim Bau von Windenergieanlagen. Nur ein Bruchteil der Projekte dieser Bietergruppe wurde überhaupt umgesetzt. Etwa 90 Prozent der Zuschläge in 2017 gingen an diese Bietergruppe. Diese Projekte würden nun fehlen.

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Kompromiss beim Kohleausstieg

Zwar hätte sich Albers einen schnelleren Kohleausstieg gewünscht, doch ist die Empfehlung der Kohlekommission ein guter Kompromiss, der schnellstmöglich umgesetzt werden sollte. Das wäre zu einem wichtig für die Wirtschaft, die sich Planungs- und Investitionssicherheit wünscht, zum anderen für die Bürger, die mehr Geschwindigkeit beim Klimaschutz einfordern.

Dennoch: Bedeutung von Windenergie und Speichertechnologien wird zunehmen

Trotz allem werde die Windenergie in einem vollständig dekarbonisierten Energiesystem ein Masseträger sein, betont Albers. Zusammen mit der Solarenergie würden diese Bereiche einen Großteil des erneuerbaren Stroms liefern. Windenergie sei neben anderen Umsetzungsformen die Grundlage für Dekarbonisierungsstrategien.

Power to Gas als wichtige Ergänzung

Im Bereich der Speicher sieht Albers die Power-to-Gas-Technologie als vielversprechend an. Hiermit können saisonale Schwankungen gut ausgeglichen werden. Dennoch sollten andere Speicherformen nicht ausgeblendet werden.

Lesen sie in dem vollständigen Interview in der Ausgabe 4 der Fachzeitschrift Energierecht ER 
  • wie Albers den aktuellen Entwurf des Klimaschutzgesetzes bewertet,
  • welche Maßnahmen er für den Netzausbau für notwendig hält,
  • wo die Ursachen der Verzögerungen bei Windenergie-Anlagen liegen,
  • was Albers für das Jahr 2050 in der nationalen Energielandschaft erwartet.
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Herausgeber: Prof. Dr. jur. Tilman Cosack
 
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