BSI: Viele trauen ihrem Blick – prüfen aber kaum die Quelle
Der aktuelle Cybersicherheitsmonitor von BSI und Polizeilicher Kriminalprävention zeigt: Viele Menschen fühlen sich zwar sicher im Umgang mit künstlich erzeugten Inhalten, in der Praxis fehlt es jedoch oft an elementaren Prüfungen.
Fast die Hälfte der Befragten geht davon aus, KI-Inhalte erkennen zu können. Tatsächlich prüft aber nur eine Minderheit systematisch: 28 Prozent suchten schon einmal nach Bildfehlern wie unplausiblen Schatten oder fehlerhaften Gliedmaßen, nur 19 Prozent kontrollierten die Quelle. Ein Drittel hat keine der üblichen Prüfmethoden genutzt. Die Lücke zwischen Selbstvertrauen und Sorgfalt ist groß – und sie schafft Raum für Betrugsmaschen.
Für den praktischen Umgang mit KI-Bildern empfiehlt das BSI einen klaren Prüfrahmen:
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Quelle prüfen. Stammt das Material aus einer Redaktion, von einer Behörde oder aus einem dubiosen Social-Media-Kanal?
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Rückwärtssuche nutzen. So lässt sich erkennen, wo ein Bild bereits auftauchte und ob es sich um eine Abwandlung handelt.
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Kontext abgleichen. Passt das Wetter zur behaupteten Situation? Gibt es weitere Aufnahmen aus anderen Perspektiven?
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Kennzeichnungen und Metadaten beachten. Content Credentials oder Hinweise wie „KI-generiert“ liefern zusätzliche Anhaltspunkte.
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Zweifelhafte Bilder keinesfalls weiterverbreiten. Jeder Share erhöht Reichweite und Schaden.
Wer Quelle, Plausibilität und Motiv eines Bildes konsequent hinterfragt, verringert das Risiko, auf Fälschungen hereinzufallen – im Unternehmen ebenso wie im privaten Umfeld.
Risk, Fraud & ComplianceCompliance managen
In der Rubrik Legal werden übergreifende rechtliche Fragestellungen zu Risk, Fraud und Compliance erörtert. |
Programmbereich: Management und Wirtschaft