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Die Folgen der Pandemie stellen auch Vermögensverwalter vor schwerwiegende Entscheidungen. (Foto: whyframeshot/stock.adobe.com)
Vermögensverwaltung

Corona-Krise: Vermögensverwalter verändern ihre Positionen

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
05.05.2020
Die Corona-Krise hat die Positionen von Vermögensverwaltern innerhalb kurzer Zeit drastisch verändert. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Multi-Family-Offices Segura & Jesberger aus Frankfurt hervor.
Die beiden Gründer Thomas Segura und Markus Jesberger halten in einem Beitrag des Private Banking Magazins fest:

Positionierten sich zu Jahresbeginn noch 88 Prozent der Verwalter mit einer Übergewichtung in Aktien, seien es Ende März nur noch 33 Prozent gewesen. Im Gegenzug habe sich der Anteil der Verwalter, die Aktien untergewichten, von 5 auf 57 Prozent erhöht. Hintergrund: Nach Erreichen der Höchststände an der Aktienbörse Mitte Februar „kam es zu einem Kursverfall in nie gesehener Geschwindigkeit“, stellen die Autoren fest. Internationale Häuser seien nach dem Crash zu 13 Prozent neutral und zu 50 Prozent untergewichtet. Deutsche Verwalter positionierten sich mit 62 Prozent in der Untergewichtung.

Schweizer Studie: Die meisten Banken und Verwalter lagen falsch

„Die meisten Schweizer Banken und Vermögensverwalter lagen in der Coronavirus-Krise falsch“, stellt die Neue Zürcher Zeitung fest. Die meisten Schweizer Vermögensverwalter seien vom Einbruch der Märkte im Februar mit voller Wucht getroffen worden, beruft sich das Blatt auf die Beratungsfirma Zwei Wealth. Aus den Anlageergebnissen von rund 80 Anbietern gehe hervor, dass im ersten Quartal weit mehr als die Hälfte der Anbieter deutlich schlechter abgeschnitten habe als der Markt. Die Kritik: Viele Anlagestrategen haben prozyklisch agiert. Diese Beobachtung sei aber nur eine Momentaufnahme.

Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise unterstützen

Dem Vermögensverwalter Federated Hermes geht es um langfristige Perspektiven der Unternehmen, in die investiert wird. Für Unternehmen bedeute das, stets im Interesse der Stakeholder – einschließlich Belegschaft, Lieferanten und Kunden – zu handeln. Dazu gehöre auch, „die Bemühungen der Regierungen und anderer gesellschaftlicher Gruppen entschieden zu unterstützen“. Es müsse eine soziale und gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftsmodelle gewährleistet sein.

Für Abstimmungen auf Hauptversammlungen während der Corona-Krise hat Federated Hermes die Abstimmungspolitik angepasst und nennt in diesem Zusammenhang vier Punkte:
  • Dividenden: Unternehmen sollen ihre Bilanzen stärken und etwa bei Dividendenausschüttungen „umsichtig vorgehen“.
  • Aufsichtsrat: Bei der Wiederwahl wichtiger Aufsichtsratsmitglieder soll in bestimmten Fällen „flexibel“ agiert werden, um „Diskontinuitäten bei der Aufsichtsratsbesetzung“ zu vermeiden.
  • Vergütung: Die Managementvergütung sollte auch die Situation der Belegschaft und der Gesellschaft berücksichtigen.
  • Klimawandel: Anträge von Aktionären für unternehmerische Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise werden unterstützt.

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(ESV/fab)

Programmbereich: Management und Wirtschaft