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Sicherheitsfachkraft im Einsatz (Wole Onigbanja - Fotolia)
DGUV V 1 ab 1.1.2015 in Kraft

Fünf Regeln zur Bestimmung der Zahl von Sicherheitsbeauftragten

Redaktion/DGUV
23.12.2014
In der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ löst die bisherigen Unfallverhütungsvorschriften BGV A1 und GUV-V A1 ab. Damit haben sich die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand erstmals auf einheitliche Regelungen zur Anzahl von Sicherheitsbeauftragten verständigt. Ab 1. Januar 2015 gelten fünf verbindliche Kriterien.

Mit diesen fünf Kriterien können Betriebe die Zahl ihrer Sicherheitsbeauftragten individuell bestimmen:

  1. Im Unternehmen bestehende Unfall- und Gesundheitsgefahren
    Der Unternehmer hat die Zahl der Sicherheitsbeauftragten entsprechend des Gefahrenpotenzials (Unfall- und Gesundheitsgefahren) in den jeweiligen Arbeitsbereichen zu bestimmen.
  2. Räumliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten
    Grundsätzlich ist die räumliche Nähe zu den Sicherheitsbeauftragten erforderlich. Sie ist gegeben, wenn der Sicherheitsbeauftragte im gleichen Arbeitsbereich wie die Kollegen tätig ist, zum Beispiel im Lager, im Büro oder in der Werkstatt. Bei Tätigkeiten von Beschäftigten in unterschiedlichen Gebäuden sollte deshalb geprüft werden, ob die Sicherheitsbeauftragten auch in diesen unterschiedlichen Gebäuden tätig sind.
  3. Zeitliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten
    Dieses Kriterium zielt darauf ab, dass die für den jeweiligen Arbeitsbereich zuständigen Sicherheitsbeauftragten auch zur gleichen Arbeitszeit wie die anderen Beschäftigten tätig sind. Liegt zum Beispiel Schichtarbeit vor, muss geprüft werden, ob Sicherheitsbeauftragte pro Schicht bestellt werden müssen.
  4. Fachliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten
    Die Berücksichtigung dieses Kriteriums soll sicherstellen, dass nur Sicherheitsbeauftragte bestellt werden, die im Arbeitsbereich dauerhaft gleiche oder vergleichbare Tätigkeiten wie die anderen Beschäftigten ausüben und die die Kolleginnen oder Kollegen kennen und ihre Qualifikation, Kenntnisse und Erfahrungen einschätzen können.
  5. Anzahl der Beschäftigten
    Die notwendige Zahl von Sicherheitsbeauftragten orientiert sich auch an der Ausdehnung des Arbeitsbereiches und der Anzahl von Beschäftigten; der Sicherheitsbeauftragte sollte noch alle Kolleginnen und Kollegen persönlich kennen.

Die DGUV Vorschrift 1 tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Zeitgleich wurde eine neue DGUV Regel, die konkrete Erläuterungen zu den einzelnen Paragraphen der DGUV Vorschrift 1 enthält, veröffentlicht. Auch hier wurden die vorhandenen Regeln BGR A1 und GUV-R A1 vereint.


Auf den Medien-Seiten der DGUV finden Sie die DGUV Vorschrift 1 sowie die DGUV Regel 100-001 zum Download.