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Besonders gefährlich ist die Situation für Kinder, die auf dem Weg von oder zur Bildungseinrichtung zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. (Foto: Alexas_Fotos/Pixabay)
Verkehrssicherheit

Gefahren des toten Winkels

ESV-Redaktion Betriebssicherheit/DGUV
29.07.2026
Im Straßenverkehr kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil Menschen von Fahrzeugführenden nicht rechtzeitig gesehen werden. Ein zentrales Risiko ist dabei der tote Winkel – also jene Bereiche rund um ein Fahrzeug, die für Fahrende nur eingeschränkt oder gar nicht einsehbar sind.
Besonders gefährlich ist die Situation für Kinder, die auf dem Weg von oder zur Bildungseinrichtung zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. An Kreuzungen und Straßeneinmündungen besteht ein hohes Risiko, dass sie in den Bereich des toten Winkels geraten und von abbiegenden oder anfahrenden Fahrzeugen übersehen werden.

„Je größer das Fahrzeug, desto größer auch der tote Winkel. Trotz moderner Technik wie Spiegeln und Kamera-Monitor-Systemen stellt der Bereich seitlich neben, vor und hinter Fahrzeugen eine potenziell tödliche Gefahr dar“, sagt Sabine Bünger, Leiterin des DGUV-Sachgebiets Verkehrssicherheit in Bildungseinrichtungen. „Natürlich wäre es wünschenswert, wenn die Fahrzeugtechnik sowie die Gestaltung von Straßen und Kreuzungen so ausgelegt wären, dass Menschen gar nicht erst in den toten Winkel geraten. Solange das nicht der Fall ist, kommt es entscheidend darauf an, dass alle Verkehrsteilnehmenden die eingeschränkten Sichtverhältnisse kennen und ihr Verhalten entsprechend anpassen. Insbesondere Kinder sind sich der Risiken oft nicht bewusst.“

Umso wichtiger sei es, dass Eltern und Erziehungsberechtigte ihre Kinder für die Gefahren sensibilisieren. Diese Maßnahmen helfen:
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den toten Winkel und erklären Sie die Gefahr.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind die Situation auch in der Realität, indem Sie den Verkehr gemeinsam an einer Kreuzung beobachten.
  • Weisen Sie das Kind darauf hin, an Kreuzungen immer genügend Abstand zu abbiegenden Fahrzeugen zu halten und nicht im Gefahrenbereich in der Nähe des Bordsteins zu stehen.
  • Seien Sie selbst ein gutes Vorbild – meiden Sie den Aufenthalt im toten Winkel, ob zu Fuß oder mit dem Rad.
  • Üben Sie den Schulweg mehrmals, bevor ihn Ihr Kind erstmals allein zurücklegt.
Die gesetzliche Unfallversicherung setzt sich für mehr Verkehrssicherheit auf dem Schulweg ein und stellt Eltern, Schulen und Kommunen Materialien zur Verkehrserziehung zur Verfügung, um Kinder frühzeitig zu sensibilisieren. Der Flyer „Der Tote Winkel: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ ist eine leicht verständliche Erklärhilfe für Erziehungsberechtigte und gibt Tipps, wie man mit Kindern über den toten Winkel und das richtige Verhalten sprechen kann.

Quelle: Pressemitteilung DGUV


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