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13. StiftungsIMPACT
Twitter weiterempfehlen  24.09.2019

Gut gemeint reicht nicht – Professionalisierung von Stiftungen

ESV-Redaktion Management und Wirschaft
Lüdtke: Geld vermehrt sich nicht mehr einfach auf einem Festgeldkonto (Foto: ESV-Akademie)
Die Professionalisierung hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Darin waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion beim 13. StiftungsIMPACT am 18. September 2019 in der ESV-Akademie einig. Gegenstand der Diskussion waren die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung.
Teilgenommen an der Podiumsdiskussion hatten Dr. Jasmin Gharsi-Krag, Leiterin des Regionalbüros des Deutschen Stiftungszentrums in Hamburg, Heidrun Lüdtke, Geschäftsführerin der Koepjohann’schen Stiftung und selbständige Beraterin, Anne Rolvering, Geschäftsführerin der Schwarzkopf-Stiftung sowie Vorstandsmitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und Dr. Gereon Schuch, Geschäftsführer der Deutschen Stiftungsakademie. Als Gründe für die gestiegene Zahl hauptamtlicher Beschäftigter in Stiftungen nannten die vier Diskussionsteilnehmer unterschiedliche Ursachen.

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Kommuniktion nach außen immer wichtiger

Neben den gestiegenen bürokratischen Anforderungen ist es der gestiegene Druck, nach außen zu gehen und mit unterschiedlichen Zielgruppen zu kommunizieren. Das ist in einem zunehmenden Wettbewerb um Spender und Fördergelder unerlässlich. Gleichzeitig sind die Zeiten, in denen sich Geld ohne besonderes Zutun auf einem Festgeldkonto vermehrte, bis auf Weiteres vorüber, wie Frau Lüdtke anmerkte. Damit ist in der Vermögensverwaltung Professionalität gefragt. Zumal sich bei Verlusten im Stiftungsvermögen für den Vorstand Haftungsrisiken ergeben können.

Nach Einschätzung von Frau Rolvering gab es bereits vor einigen Jahren im Stiftungswesen eine starke Neigung, Trends im Stiftungswesen aus den USA hierzulande zu übernehmen. Dabei hätten sich Stiftungen schon fast zu sehr professionalisiert. Ein Trend, den Herr Dr. Schuch ebenfalls festgestellt hat. Dabei würde die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren jedoch auf der Strecke bleiben. Frau Dr. Gharsi-Krag merkte an, man müsse beim Druck hin zu einer stärkeren Professionalisierung zwischen unterschiedlichen Stiftungstypen unterscheiden. Die Bedingungen in einer Förderstiftung seien andere als in einer operativen Stiftung.

Stiftungen als attraktive Arbeitgeber

Dass Stiftungen attraktive Arbeitgeber sind, die sinnvolle Tätigkeiten in angenehmer Arbeitssituation anbieten können, darin herrschte Einigkeit. So mancher Bewerber macht allerdings einen Rückzieher, wenn in der Gehaltsverhandlung konkrete Zahlen genannt werden. Vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Mieten und damit Lebenshaltungskosten tun sich Stiftungen zunehmend schwer, auskömmliche Gehälter anzubieten. Die Fluktuation in Stiftungen ist allerdings gering: Zwei Drittel aller Beschäftigten arbeiten laut einer Studie des Bundesverbands Deutscher Stiftungen länger als acht Jahre bei einer Stiftung.

Professionalisierung ist wichtig und zwar auf allen Ebenen, darin stimmten die Gesprächsteilnehmer überein. Dabei muss das Stiftungsziel im Fokus bleiben, Fingerspitzengefühl und Kompetenz sind dafür unabdingbar.

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(ESV/cv/bp)

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
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