Homeoffice stabil auf hohem Niveau
Das ist ein leichter Anstieg gegenüber 2024 mit 24 Prozent und 2023 mit 23 Prozent, berichtet das Statistische Bundesamt. Damit liegt der Wert wieder auf dem Niveau von 2021. Der Blick zurück zeigt, wie stark sich die Arbeitswelt verschoben hat: 2019 lag der Anteil erst bei 13 Prozent.
Auffällig ist der Altersunterschied. Am häufigsten sitzt die Generation in der Mitte des Berufslebens im heimischen Arbeitszimmer: Bei den 35- bis 44-Jährigen liegt der Homeoffice-Anteil bei 30 Prozent, bei den 25- bis 34-Jährigen bei 28 Prozent. Deutlich seltener ist das Modell bei den Jüngsten im Job angekommen. In der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen arbeiten nur 10 Prozent zumindest gelegentlich von zu Hause. Das verweist auf klare Grenzen: Ausbildung, Berufseinstieg, Präsenzpflicht.
Noch schärfer fällt der Kontrast zwischen den Branchen aus. In IT-Dienstleistungen, Unternehmensverwaltung und -führung und in der Unternehmensberatung ist Homeoffice fast Standard: Jeweils 74 Prozent nutzen es zumindest gelegentlich. Am anderen Ende der Skala stehen Tätigkeiten, die an Ort und Kundschaft gebunden bleiben. In der Gastronomie liegt der Anteil bei 6 Prozent, in Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau bei 7 Prozent, im Kfz-Handel, in der Kfz-Reparatur und im Einzelhandel bei jeweils 10 Prozent.
Weitere Punkte:
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Homeoffice wird 2025 an weniger Tagen genutzt als in den Pandemie-Jahren.
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24 Prozent der Homeoffice-Nutzenden arbeiten ausschließlich von zu Hause.
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46 Prozent arbeiten an weniger als der Hälfte ihrer Arbeitstage im Homeoffice.
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In großen Unternehmen ist Homeoffice stärker verbreitet als in kleinen Betrieben.
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Deutschland liegt mit 25 Prozent leicht über dem EU-Durchschnitt von 23 Prozent.
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Spitzenreiter in Europa sind die Niederlande mit 52 Prozent.
Programmbereich: Management und Wirtschaft