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DSA-Beschwerden erhöhen den Druck auf Plattformprozesse (Grafik: Generiert mit DALL-E, Prompt und Bearbeitung mit ChatGPT: Redaktion)
Digital Services Act

Mehr Beschwerden, mehr Handlungsdruck für Plattformbetreiber

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
20.05.2026
Die Umsetzung des Digital Services Act (DSA) wird für Unternehmen zunehmend zum operativen Compliance-Thema.

Nach dem Tätigkeitsbericht 2025 der Koordinierungsstelle für Digitale Dienste (DSC) gingen im vergangenen Jahr 2.033 Beschwerden über mögliche DSA-Verstöße ein. Im ersten Jahresbericht waren es noch 824. Der deutliche Anstieg zeigt: Nutzer prüfen Plattformentscheidungen genauer, zugleich wächst der Druck auf Anbieter, Verfahren nachvollziehbar, nutzerfreundlich und rechtssicher auszugestalten.

Im Mittelpunkt der Beschwerden standen unzureichende Begründungen bei der Beschränkung von Accounts, Inhalten oder Diensten. Auch Entscheidungen über die Entfernung oder Nicht-Entfernung von Inhalten sowie die Nutzerfreundlichkeit von Meldewegen für illegale Inhalte wurden häufig beanstandet. Viele Fälle betrafen sehr große Online-Plattformen mit Sitz oder gesetzlicher Vertretung in Irland und wurden an den dortigen Koordinator weitergeleitet.

Der deutsche DSC leitete 2025 insgesamt 26 nationale Verwaltungsverfahren ein. Schwerpunkte waren Melde- und Abhilfeverfahren, Begründungspflichten gegenüber Nutzern und internes Beschwerdemanagement. Zudem wurden weitere Trusted Flagger und eine außergerichtliche Streitbeilegungsstelle zertifiziert. Für Plattformbetreiber wird DSA-Compliance damit zu einer Frage von Prozessqualität, Dokumentation und Risikosteuerung.

DA/DGA

Herausgegeben von Prof. Dr. Behrang Raji

Zusammenspiel im Datenrecht

Der Data Act (DA) und Data Governance Act (DGA) bilden das regulatorische Fundament der europäischen Datenwirtschaft. Sie regeln Datenzugang, Datenvermittlungsdienste, neue Rechte und Pflichten für Dateninhaber bzw. -nutzer. Und bergen dabei vielfältige komplexe Umsetzungsfragen, etwa bei der Ausgestaltung von Datenlizenzverträgen, Datenbereitstellungsverträgen oder Dateninformationen.

Für diese systematisch integrierte Kommentierung beider Verordnungen bündelt das Autorenteam um den Herausgeber Prof. Dr. Behrang Raji die Vielfalt der Perspektiven aus der behördlichen Praxis und Datenschutzaufsicht, Anwaltschaft und Forschung.

  • Erläuterungen zu Data Act und Data Governance Act sowie sektorspezifischen Regelungen
  • Schnittstellen zu weiteren relevanten Rechtsakten wie z. B. DSGVO, DMA, DSA, KI-VO
  • Praxisnaher Fokus auf typische Compliance-, Vertrags- und Regulierungsfragen – mit vielen Beispielen und Hinweisen

Wertvolle Impulse für alle, die im KI-Zeitalter die Datenökonomie und digitale Regulierung erfolgreich mitgestalten – insb. auch im Kontext der diskutierten Konsolidierung von DA und DGA im Digital-Omnibus-Vorschlag.

Programmbereich: Management und Wirtschaft