Mehr Gründungsinteresse aus wirtschaftlichem Druck
Das wachsende Gründungsinteresse in Deutschland hat nach Einschätzung der IHKs häufig einen defensiven Hintergrund. 36 Prozent der Beratenen nannten fehlende Erwerbsalternativen als zentrales Gründungsmotiv. Das ist der höchste Wert seit elf Jahren. Vor allem Stellenabbau, Transformationsprozesse und unsichere Beschäftigungsperspektiven erhöhen den Druck auf qualifizierte Arbeitnehmende.
Auffällig ist auch, wohin sich diese Gründungen verlagern. Beschäftigte aus Industriebranchen wechseln laut DIHK häufig in kleinere, dienstleistungsorientierte Tätigkeiten mit niedrigen Markteintrittsbarrieren. Der Report wertet diese Entwicklung eher als Verschiebung von Beschäftigungsformen denn als neue Welle wachstumsorientierter Unternehmen.
Außerdem häufen sich Schwächen in den Geschäftskonzepten. 49 Prozent der beratenen Vorhaben weisen Defizite bei grundlegenden betriebswirtschaftlichen Kenntnissen auf, 44 Prozent bei der Finanzierungsplanung. Eine breitere Gründungsbasis geht demnach teilweise mit schwächer vorbereiteten Vorhaben einher.
Auch die Förderpolitik wirkt auf die Entwicklung. Seit Selbstständigkeit für Arbeitslose als gleichwertige arbeitsmarktpolitische Option gilt, haben sich die IHK-Stellungnahmen zum Gründungszuschuss gegenüber 2023 mehr als verdoppelt. Inzwischen entfallen 78 Prozent aller IHK-Stellungnahmen auf diese Förderung.
Der DIHK-Report beruht auf rund 200.000 Kontakten im IHK-Gründungsservice und einer zusätzlichen Befragung von 791 Gründern, Start-ups und jungen Unternehmen.
Perspektiven des Ideenmanagementsvon Dr. Hartmut Neckel Welchen Beitrag zum Unternehmenserfolg kann Ideenmanagement heute leisten, wie lassen sich zeitgemäße Geschäftsmodelle und Strategien dafür entwickeln? Welche Organisationsform des Ideenmanagements ist für das eigene Unternehmen die beste und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen?
Ein ganzheitlicher Ansatz mit vielen Beispielen, Abbildungen und Vorlagen, der den strategischen Rahmen schlüssig mit der operativen Praxis verknüpft. |
Programmbereich: Management und Wirtschaft