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Neues Reisekostenrecht ab 2014

15.11.2013
Ab 1. Januar 2014 wird das bisherige einkommensteuerliche Reisekostenrecht in verschiedener Hinsicht modifiziert. Grundlage sind neue gesetzliche Vorschriften sowie ein kürzlich dazu ergangenes BMF-Schreiben.

Ab 1. Januar 2014 wird das bisherige einkommensteuerliche Reisekostenrecht in verschiedener Hinsicht modifiziert. Grundlage sind neue gesetzliche Vorschriften sowie ein kürzlich dazu ergangenes BMF-Schreiben. Fast jeder wird z.B. von den neuen Bestimmungen zu den Verpflegungskosten betroffen sein.

Die Verpflegungskosten können weiterhin nur in Höhe der gesetzlichen Pauschalen erstattet werden. Es hat aber Änderungen gegeben, denn die Pauschalen betragen bei einer Abwesenheit von mehr als 8 und bis zu 24 Stunden künftig einheitlich 12 €. Dieser Satz wird nun auch gewährt, wenn die Tätigkeit über den Wechsel von zwei Kalendertagen ohne Übernachtung ausgeübt wird. Bei einer Abwesenheit von mehr als 24 Stunden beträgt die Pauschale 24 € je Tag. Bei mehrtägigen Reisen wird für den An- und Abreisetag unabhängig von der Abwesenheitsdauer die Pauschale von 12 € gewährt.

Wird dem Arbeitnehmer im Rahmen einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit durch den Arbeitgeber eine unentgeltliche oder verbilligte Verpflegung zur Verfügung gestellt, ist für übliche Mahlzeiten (bis 60 €) grundsätzlich der Sachbezugswert als geldwerter Vorteil anzusetzen. Besteht die Möglichkeit, dass der Arbeitnehmer eine Verpflegungspauschale in Anspruch nehmen kann, stellt die durch den Arbeitgeber gewährte Verpflegung keinen Arbeitslohn dar. Als Ausgleich hierfür ist eine anteilige Kürzung der Verpflegungspauschalen von 4,80 € für ein Frühstück sowie je 9,60 € für ein Mittag- oder Abendessen vorzunehmen.

Mehr zum Thema: Das eingangs erwähnte BMF-Schreiben stammt vom 30.9.2013 und enthält zahlreiche Beispiele zu den neuen Regelungen. Es ist unter www.bundesfinanzministerium.de abrufbar. Neben den vorstehend behandelten Verpflegungskosten istwird im Zusammenhang mit den Reisekosten vor allem von Bedeutung, dass der neue Begriff der sog. ersten Tätigkeitsstätte eingeführt wird. Nach noch bis Ende 2013 anzuwendender Rechtslage ist die regelmäßige Arbeitsstätte zentraler Anknüpfungpunkt für das steuerliche Reisekostenrecht. Diese Funktion übernimmt künftig die sog. erste Tätigkeitsstätte. Ihre Festlegung hat sowohl Auswirkungen auf den steuerlichen Fahrtkostenansatz als auch auf die Behandlung von Verpflegungskosten bzw. der Mahlzeitengestellung. Insbesondere bei Arbeitnehmern mit mehreren Tätigkeitsstätten bedarf es großer Sorgfalt bei der Festlegung. Nähere Informationen dazu enthält in kompakter Form der Brennpunkt-Beitrag der Ausgabe 11/2013 der PKF Nachrichten (s.u. www.pkf.de).

Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern