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Lesen und Schreiben bei Grundschülern
Twitter weiterempfehlen  28.11.2017

Nimm und lies!

ESV-Redaktion Philologie
Kinder lesen zu Weihnachten gerne (Foto: satyrenko/Fotolia.com)
Bücher sind noch immer eines der beliebtesten Weihnachtsgeschenke. Gerade Eltern schenken ihren Kindern gerne Bücher, um den Nachwuchs zum Lesen zu animieren. Doch wie gut können unsere Kinder eigentlich lesen? Und wie sieht es mit dem Schreiben und der Rechtschreibung aus?
Vor kurzem wurden die Ergebnisse der neuesten Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (Iglu) bekannt: Dabei kam heraus, dass fast jeder fünfte Viertklässler nicht richtig lesen kann. Dabei hat sich die Leseleistung von Viertklässlern Deutschland zwischen 2011 und 2016 kaum verschlechtert. Allerdings ist das Land im internationalen Vergleich abgerutscht: Statt nur 4 sind nun inzwischen 20 Länder besser. Die soziale Spaltung ist weiter gewachsen.

Mit dem Lesen hängen das Schreiben und damit die Rechtschreibung eng zusammen. Und die Rechtschreibung von Grundschülerinnen und -schülern in Deutschland wird immer schlechter.

Unser langjähriger Autor Prof. Dr. Wolfgang Steinig hat unter anderem diese Aspekte in einer Studie zum Thema Grundschulkulturen untersucht, die im August im Erich Schmidt Verlag erschien. Das Buch traf den Nerv einer großen Bildungsdebatte, die seit Jahren geführt wird und die Gemüter erhitzt, und wurde von verschiedenen Medien aufgenommen.

 
Nachgefragt bei: Prof. Dr. Wolfgang Steinig 13.09.2017
Steinig: „Es geht beim Anredeverhalten, der Rechtschreibung und der Handschrift um soziale Normen“
Seit der Pisa-Studie 2000 herrscht eine anhaltende Debatte über deutsche Bildungs(un)gerechtigkeiten, Frühförderung und Unterrichtsgestaltung. Professor Wolfgang Steinig erläutert seine Untersuchung zur Lernkultur an deutschen Grundschulen im Interview mit der ESV-Redaktion. mehr …
Hier geht es zu einem Ausschnitt aus dem Buch zu Schreiben nach Gehör:
Wie schreiben Ihre Kinder: Nehmen sie das ‚farat‘ – oder das ‚Fahrrad‘? Wie schreiben Ihre Kinder: Nehmen sie das ‚farat‘ – oder das ‚Fahrrad‘?

Der Spiegel berichtete über die Studie und betonte Wolfgang Steinigs Aussage, dass auch die Schulkultur an den Grundschulen Einfluss auf die Rechtschreibung hat: Legen Lehrkräfte mehr Wert auf das Siezen, vermitteln sie auch die Regeln der Rechtschreibung besser.

Genau diesen Punkt des Siezens unterstrich auch die Wochenzeitung die ZEIT in einem Interview mit Steinig. Hier appellierte er auch an die Politik: „Um Kindern aus bildungsfernen Familien mehr Chancen zu ermöglichen, braucht es eine stärkere Orientierung durch verständliche Instruktionen.“

Im Rahmen der Aktion „Rettet die Schreibschrift!“ lud der Deutschlandfunk Wolfgang Steinig zu einer Diskussion ein. Hierbei ging es um die verschiedenen Ausgangsschriften, mit denen Kinder an Grundschulen schreiben lernen, und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen – auch dies untersucht die Studie Steinigs. Hören Sie doch einmal in die spannende Diskussion hinein.

Die Debatte bleibt spannend.

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Anredeverhalten, Rechtschreibung und Ausgangsschriften Anredeverhalten, Rechtschreibung und Ausgangsschriften


Grundschulkulturen

Prof. Dr. Wolfgang Steinig

Was prägt die Lernkulturen an unseren Grundschulen? Wie das Schreiben erlernt wird, welche Rolle dabei die Rechtschreibung spielt, welche Handschriften Kinder erlernen und wie sie ihre Lehrkräfte anreden: all dies basiert auf unterschiedlichen Lernkulturen. Die einen setzen eher auf Leistung und Lehrerdominanz, die anderen stellen eher die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt. In den einzelnen Bundesländern, von Schule zu Schule, von Klasse zu Klasse bestehen hier große Unterschiede. Doch welcher Weg ist der bessere?

Wolfgang Steinig überrascht mit unerwarteten Entdeckungen und brisanten Ergebnissen, die einen neuen Blick auf den Unterricht an unseren Grundschulen ermöglichen.

 


(ESV/lp)

Programmbereich: Germanistik und Komparatistik

 
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