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Die aktuelle Situation beeinträchtige neben den Finanzierungsaspekten auch die Produktions- und Lieferfähigkeit. (Grafik: QualityStockArts/stock.adobe.com)
Trendradar

Sicherung der Finanzierung und Wertschöpfungskette

Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern
22.11.2022
Die Sicherung der Finanzierung hat im aktuellen Krisenumfeld Priorität.

Im Trendradar 2023 von Dr. Wieselhuber & Partner (W&P) wurde der Sicherung der Finanzierung mit dem Impact-Faktor 10 der höchste Stellenwert zugeordnet.

Lieferengpässe und Käuferzurückhaltung beeinträchtigen Umsatzprognose und Wachstumspotenziale, stellt W&P fest. Die Bestände stiegen, ebenso die Kosten für Material, Energie, Logistik und nicht zuletzt für das Personal. Dies gehe direkt zu Lasten der Liquidität, der Finanzbedarf nehme zu. Gleichzeitig werde das Ergebnis belastet. Das Resultat: Die Finanzierungsbereitschaft der Kreditgeber dürfte deutlich abnehmen, weil die entsprechende Risikobewertung das Rating verschlechtert; zusammen mit den gestiegenen Zinsen treibt das die Finanzierungskosten in die Höhe, so W&P.

Parallel dazu würden im Rahmen von ESG-Regularien neue KPIs und zusätzliche Ratings eingeführt, die sich ebenfalls negativ auf die Risikobewertung der Kreditgeber auswirkten. W&P warnt vor einer vermeintlichen Finanzierungssicherheit. Die Devise laute: Den Überblick bewahren, das Gesamte betrachten und Szenarien rechnen. Das ermögliche die Gestaltung von Handlungsspielräumen. Ein stetiger Soll/Ist-Vergleich liefere eine fortlaufende Standortbestimmung.

Die aktuelle Situation beeinträchtige neben den Finanzierungsaspekten auch die Produktions- und Lieferfähigkeit. Auch marktseitig komme es zu Störungen, das Kaufverhalten vieler Kunden verändere sich, hinzu kämen Stornorisiken. Anpassungen sollten prozessbasiert vorgenommen werden – nach den Prozessanforderungen der unterschiedlichen Geschäfte. So könnten die Abläufe verbessert, der Ressourceneinsatz reduziert und die Effizienz und die Skalierung gehalten werden.

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