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10. StiftungsImpact
Twitter weiterempfehlen  05.10.2018

Unternehmensverbundene Stiftungen: Ein Erfolgsmodell

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
StiftungsImpact: Unternehmensverbundene Stiftungen (Foto: Angela Kausche)
Der 10. StiftungsIMPACT Anfang Oktober befasste sich mit unternehmensverbundenen Stiftungen. Begleitend dazu wurde der aktuelle Band „Modell unternehmensverbundene Stiftung“ vorgestellt. Im Mittelpunkt der lebhaften Lunchdiskussion stand die Frage, ob das Modell ein Erfolgsmodell ist.
In der Diskussion, die von der Wirtschaftsjournalistin Dr. Ursula Weidenfeld moderiert wurde, zeigten die beiden Mitautoren, Prof. Dr. Hans Fleisch und Prof. Dr. Marc Eulerich, die Potenziale dieses Modells, sowohl für den Wirtschaftsstandort Deutschland als auch für den Gemeinwohlsektor.

Die Diskussion in der Berliner ESV-Akadmie machte aber auch deutlich, dass die Vorbehalte gegenüber einer Stiftungslösung nach wie vor vorhanden sind. Vor allem die Sorge, dass die Festigkeit der Stiftung auf das Unternehmen durchschlagen könne, hält viele (Familien-)Unternehmer, aber auch deren Berater, von der Lösung einer unternehemnsverbundenen Stiftung ab, so Fleisch. Das Potenzial für den Stiftungssektor sei riesig: „In Deutschland gibt es viel Potenzial, dass mehr unternehmensverbundene Stiftungen errichtet werden. Die Zahl von jetzt 700 unternehmensverbundenen Stiftungen könnte sich ohne weiteres verdoppeln“, so Fleisch vorab gegenüber StifterTV. „Das wäre für alle Beteiligten gut: Für Unternehmen, für Unternehmerfamilien, aber auch für den Stiftungssektor wäre dies ein grandioses Wachstum. Mit dem Buch wollen wir dazu beitragen, dass dieses Potenzial gehoben wird.“

Bei der Gestaltung einer Stiftungslösung gibt es keinen Königsweg

Für die Studie wurden sowohl vorhandene Daten noch einmal vertieft ausgewertet als auch neue Daten erhoben, ergänzt durch Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Ländern. Ein besonderer Fokus des Bandes sind die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Nachfolgelösungen in (Familien-)Unternehmen. Dabei gebe es aber keinen Königsweg, so Fleisch: „Jedes Unternehmen, jede Persönlichkeit ist anders. Auch ist die Familienkonstellation immer unterschiedlich. Soll die Familie einen großen oder überhaupt keinen Einfluss ausüben. Wie ist das Unternehmen aufgebaut und was sind die Anliegen des Stiftenden.“ So sei es sinnvoll, „sich einen Maßanzug schneidern zu lassen. Dieser macht dem Stiftenden von Anfang an mehr Freude und reißt auch nicht so schnell.“

Gute Berater haben auch gute Berater

Neben Gestaltungsfragen spielt aber auch die Auswahl der richtigen Berater eine wichtige Rolle, so Fleisch in der Diskussion. Viele Steuer- und Unternehmensberater als auch Wirtschaftsprüfer kennen sich mit Stiftungslösungen nicht ausreichend aus. Dies habe zur Folge, dass dieses Modell bei der Nachfolgegestaltung nicht – oder wenn, dann nur unzureichend in Betracht gezogen werde.

Aus Sicht von Eulerich bedarf es auch ein Umdenken bei den Beratern. Berater müssen sich daher kritisch hinterfragen, ob sie in der Lage sind zu verstehen, was das Beste für das Unternehmen als auch für die gemeinwohlorientierte Stiftung ist. Gute Berater – so ein Teilnehmer in der Diskussion – hätten auch gute Berater.

Im Interview: Prof. Dr. Hans Fleisch
Das gesamte Interview von StifterTV mit dem Stiftungsexperten Prof. Hans Fleisch ist hier abrufbar.


Modell unternehmensverbundene Stiftung

Über 700 unternehmensverbundene Stiftungen stehen für schätzungsweise mehr als die Hälfte des gesamten Stiftungskapitals in Deutschland. Ihre Unternehmen sichern mit ihren Investitionen nachhaltig Millionen von Arbeitsplätzen, und ihre Ausschüttungen stabilisieren den Gemeinwohlsektor. Sie sind ein Erfolgsmodell für den Wirtschaftsstandort und ein Stützpfeiler für die Zivilgesellschaft.

Hans Fleisch, Marc Eulerich, Holger Krimmer, Andreas Schlüter und Stefan Stolte beschreiben auf Basis neuester Daten:

  • Status quo, Ziele und Formen unternehmensverbundener Stiftungen in Deutschland
  • Rechtliche Gestaltungsmöglichkeiten, die sich in der Praxis bewährt haben
  • Nachfolgelösungen für (Familien-)Unternehmen, die mit einem modularen Ansatz maßgeschneidert werden können
  • Tragfähige Governance-Strukturen und wie die Verbindung von Stiftung und Unternehmen organisiert werden kann

Eine unverzichtbare, aktuelle Übersicht und Orientierungshilfe für Stifter, Unternehmer und Berater zur Verbindung von Stiftung und Unternehmen sowie zur Nutzung von Stiftungselementen für die optimale Nachfolgegestaltung.


(ESV/msch, mp)

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
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