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Der Bericht zeigt einen historischen Rückgang der meldepflichtigen Arbeitsunfälle und der Unfallquote. (Foto: succo/Pixabay)
Bericht SuGA 2024

Zahl der Arbeitsunfälle so tief wie nie

ESV-Redaktion Betriebssicherheit/BAuA
11.02.2026
Mit 810.399 ist im Jahr 2024 ein historischer Tiefstand bei den meldepflichtigen Arbeitsunfällen zu verzeichnen. Dieser schlägt sich mit 18,0 auch in der niedrigsten Unfallquote je 1.000 Vollarbeiter nieder. Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist mit 440 deutlich niedriger als im Vorjahr (499).
Weitere datenbasierte Informationen, unter anderem zu Erwerbstätigkeit, dem Berufskrankheitengeschehen, Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsminderungsrenten, gibt es im Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - Berichtsjahr 2024“ (SuGA), den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) erstellt.

Wie in jedem Jahr enthält der Bericht ein Schwerpunktthema. Im Berichtsjahr 2024 liegt der Fokus auf dem Thema „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“. Dabei wird auf die Politikwerkstatt „Psychische Gesundheit“, Entwicklungen zur Arbeitsintensität und Mobbing eingegangen.

Der erste Schwerpunktbeitrag fasst Ergebnisse der Politikwerkstatt im Rahmen des Programms „ARBEIT: SICHER + GESUND“ des BMAS zusammen. Expertinnen und Experten aus verschiedenen arbeits- und gesundheitspolitischen Bereichen diskutierten über Vermittlungshemmnisse am Arbeitsmarkt aufgrund psychischer Erkrankungen, Hürden bei Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der psychischen Gesundheit sowie Herausforderungen bei der Umsetzung der betrieblichen Wiedereingliederung.  

Anhand der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024 beleuchtet der zweite Schwerpunktbeitrag die Entwicklungen von Arbeitsintensität in Deutschland und zeigt dabei auf, welche Beschäftigtengruppen besonders betroffen sind. Die Daten zeigen, dass die Verbreitung von Arbeitsintensität weiterhin auf einem hohen Niveau ist. Dabei ist Multitasking, also mehrere Aufgaben und Vorgänge gleichzeitig zu betreuen, das am häufigsten genannte Arbeitsintensitätsmerkmal. 64 Prozent der Beschäftigten geben an, dass dieses Merkmal bei ihrer Arbeit häufig auftritt. Besonders betroffen von Arbeitsintensität sind unter anderem Frauen, Beschäftigte im mittleren Erwerbsalter sowie Vollzeitbeschäftigte. 

Der aktuelle Mobbingreport des BMAS wird im dritten Schwerpunktbeitrag vorgestellt. Neben aktuellen Zahlen zur Häufigkeit von Mobbing wird thematisiert, welche Maßnahmen zu einer besseren Prävention beitragen können.

Weitere Fachartikel gibt es unter anderem zu Arbeitsbelastungen und der Rolle von Handlungsspielräumen, Performance Management sowie hybrider Bildschirmarbeit. Berichte zentraler Arbeitsschutzakteure, wie der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), der Arbeitsschutzbehörden der Länder, der Unfallversicherungsträger oder der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), komplettieren den breiten Überblick über den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Deutschland im Jahr 2024.

Der Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit - Berichtsjahr 2024“ kann als PDF von der Internetseite der BAuA heruntergeladen werden: www.baua.de/publikationen.

Über die BAuA
Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 750 Beschäftigte.

Quelle: Pressemitteilung BAuA


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