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ISBN

978-3-503-24136-1

Erscheinungstermin:

29. Oktober 2026

Programmbereich

Reihe / Gesamtwerk

eBook

Zahlenkomposition

Mathematisches Kalkül und literarische Transformation. Hybride Ästhetik im Wandel der Kulturen


Von Prof. Dr. Ulrich Ernst
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In der Literatur haben Zahlen weitaus mehr als nur eine rein formale Funktion. Im vorliegenden Band über Zahlenkomposition befasst sich Ulrich Ernst – ausgehend von frühen eigenen Studien – mit der Analyse numerologischer Gliederungssysteme in diversen literarischen Gattungen. Die Darstellung beginnt mit Werken des Altertums, die im Licht spätantiker und mittelalterlicher Deutungen interpretiert werden. Anschließend zeigt sie anhand einer extrem materialreichen Zahlenenzyklopädie der Renaissance (Petrus Bungus) die Tradition der Zahlensemiotik auf.
Bei der Behandlung von literarischen Tendenzen in der frühen Neuzeit gerät sowohl die visuelle Dichtung in Form von geometrischen Strukturen als auch die barocke Kasualpoesie in Gestalt permutativer Kreuzwortlabyrinthe in das Blickfeld. Es folgen die Moderne mit experimentellen Romanen, deren Baupläne der Ordnungssystematik von Künsten (z.B. Architektur, Musik, Malerei) und Spielen (u.a. Schach, Tarot) verpflichtet sind, sowie Ausführungen zur avantgardistischen und neoavantgardistischen Poesie.
In Ergänzung dazu wird eine Typologie der Zahlendiskurse aus kulturhistorischer Perspektive entwickelt. Die Schlussbetrachtung beschäftigt sich mit literarischen Metaebenen und maschinell produzierten Formen von Literatur und soll zu weiteren Forschungen anregen.
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