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11. StiftungsIMPACT
Twitter weiterempfehlen  11.01.2019

Demokratie stiften: Einmischen erlaubt!

ESV-Redaktion
11.StiftungsIMPACT: Hochkarätig besetzes Podium (Foto: Angela Kausche)
Klare Kante für die Demokratie zeigen: Eine Aufgabe auch für Stiftungen? Darüber wurde beim 11. StiftungsIMPACT debattiert, der in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Stiftungen in Berlin stattfand.
Prof. Dr. Michael Göring, Vorsitzender des Vorstandes der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hatten in diesem Sommer einen wahren Debattensturm ausgelöst, nachdem sie in einem Gastbeitrag in der F.A.Z. Stiftungen aufgefordert hatte, „klare Kante“ zu zeigen. Diese Forderung wurde auf dem Podium intensiv diskutiert von Thorsten Benner (Director Global Public Policy Institute), Prof. Dr. Michael Göring (Vorsitzender des Vorstandes ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius), Dr. Nils Meyer-Ohlendorf (Leiter Global Policy Program Ecologic Institut), Michael Meyer-Resende (Executive Director, Democracy Reporting International), Felix Oldenburg (Generalsekretär, Bundesverband Deutscher Stiftungen), Dr. Nina Smidt (Bereichsleiterin Internationale Planung und Entwicklung, ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius) – und souverän moderiert von der Wirtschaftsjournalistin Dr. Ursula Weidenfeld.

Raus aus der Blase – und dann?

Für Stiftungen – so Göring – sei es wichtig aus der Blase herauszutreten, wenn es darauf ankommt, die Demokratie zu schützen. Das ist in der heutigen Zeit nicht nur das Credo für Stiftungen, wenn es um die Frage geht, was getan werden muss, um die Demokratie zu schützen bzw. zu verteidigen. In der Wahrnehmung vieler, stehen Stiftungen im Verdacht, „elitär zu sein.“ Nicht zuletzt deswegen werden Stiftungen „nicht mehr als neutraler Vermittler wahrgenommen, sondern als ‚Teil von denen da oben‘, die mit der Lebenswelt vieler nichts mehr zu tun haben.“

Neue Realitäten – neue Antworten

Diese Gemengelage mache es für Stiftungen schwierig, sich zu positionieren. Denn neben der Kritik an der Demokratie selbst, wird zunehmend Kritik an den Stiftungen vernehmbar. Dabei gibt es eben nicht nur die eine Positionierung von Stiftungen, sondern jede Stiftung muss ihre Position selbst definieren.

Demokratie ist immer aktuell – und immer umkämpft 

Das Nachdenken über die Rolle der Stiftungen in der Demokratie ruft auch ein Nachdenken über die Inhalte und Themen hervor, die Stiftungen bearbeiten. Laut der Einschätzung von Felix Oldenburg, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, gehe es darum, zu lernen, „wie wir auf ganz unterschiedliche Art und Weise für die Demokratie arbeiten können.“

Mehr Demokratie wagen – das gilt auch für Stiftungen

Nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer müssen sich Stiftungen gerade mit Blick auf die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen fragen, ob sie die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit (noch) abbilden. Parallel zur strategischen und inhaltlichen Neuausrichtung sollten Stiftungen sich auch Gedanken darüber machen, wie sie ihre Gremien jünger, diverser, weiblicher, ostdeutscher und migrantischer aufstellen. Nur so könnten Stiftungen Antworten finden.

Einen ergänzendes Interview mit Ursula Weidenfeld zum 11. StiftungsIMPACT finden Sie hier.

ESV-Akademie: Erbschaftsfundraising in und für Stiftungen
In der nächsten Veranstaltung der ESV-Akademie mit dem Themenschwerpunkt „Stiftungen” geht es darum, Legate erfolgreich zu gewinnen und abzuwickeln. Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich das geerbte Vermögen im Jahre 2014 um 54,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 108,8 Mrd. Euro – ein Trend, der angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung wohl so weitergehen dürfte. Hierfür sollten auch Vereine und Stiftungen gewappnet sein. 

Ort: ESV-Akademie Berlin
Datum: 19. Februar 2019, 9 - 18 Uhr
Referenten: RA Dr. Christoph Mecking (Legatur UG), Dr. Thomas Kreuzer (GF Fundraising Akademie), RA Bernd Beder
Weitere Informationen: Seminar Erbschaftsfundraising in und für Stiftungen
 
 

(ESV/ms, mp)

Programmbereich: Management und Wirtschaft

 
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