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Gesetzgebung
Twitter weiterempfehlen  23.01.2020

Europäische Staatsanwaltschaft soll ab Ende 2020 Mehrwertsteuerbetrug und Missbrauch von EU-Mitteln verfolgen

ESV-Redaktion Steuern
Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf für Änderungen im deutschen Recht (Foto: helmutvogler/Fotolia.com)
Durch Betrug bei der Mehrwertsteuer und bei EU-Finanzmitteln entstehen den EU-Staaten finanzielle Schäden in Milliardenhöhe. Zur effektiveren Bekämpfung soll nun eine europäische Staatsanwaltschaft errichtet werden. Das Bundeskabinett hat hierzu den vom Bundesjustizministerium vorgelegten Gesetzentwurf beschlossen.
Das Bundeskabinett hat am 22.01.2020 den Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz beschlossen, mit dem im deutschen Recht die Grundlagen geschaffen werden sollen, damit die Europäische Staatsanwaltschaft ab Ende 2020 ihre Arbeit aufnehmen kann. Die Europäische Staatsanwaltschaft wird als erste unabhängige und dezentrale Staatsanwaltschaft der Europäischen Union Straftaten gegen den EU-Haushalt wie beispielsweise Subventionsbetrug, Korruption und grenzüberschreitenden Mehrwertsteuerbetrug verfolgen und vor Gericht bringen.

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Ziel: Effektive Bekämpfung von grenzüberschreitender Wirtschaftskriminalität


Bundesjustizministerin Christine Lambrecht:
„Die Europäische Staatsanwaltschaft ist ein großer Schritt zur effektiveren Bekämpfung von grenzüberschreitender Wirtschaftskriminalität und ein klares Signal gegen den Missbrauch von EU-Geldern. Wir schaffen eine gemeinsame Strafverfolgungsbehörde der EU, die schnell und effektiv über Ländergrenzen hinweg ermitteln kann. Das Know-how der Ermittler aus 22 Mitgliedstaaten führen wir zusammen. Allein durch Mehrwertsteuerbetrug entgehen den EU-Staaten jedes Jahr Milliardenbeträge. Auch durch Betrug mit EU-Finanzmitteln und Korruptionsdelikte entsteht der EU großer finanzieller Schaden. Diese Delikte können in Zukunft sehr viel konsequenter verfolgt werden.“

Gesetz enthält notwendige Ergänzungen nationaler Vorschriften zu bereits in Kraft getretener EU-Verordnung

Die EU-Verordnung zur Errichtung der Europäischen Staatsanwaltschaft ist bereits im November 2017 in Kraft getreten. 22 EU-Staaten beteiligen sich an dieser verstärkten Zusammenarbeit. Im September 2019 einigten sich das Europäische Parlament und der Rat auf die frühere Leiterin der rumänischen Antikorruptionsbehörde Laura Codruta Kövesi als erste Europäische Generalstaatsanwältin. Die Europäische Staatsanwaltschaft wird ihren Sitz in Luxemburg haben.

Die EU-Verordnung enthält die Regelungen zur Struktur der Europäischen Staatsanwaltschaft, ihren Zuständigkeiten, Verfahrensbestimmungen zum Ermittlungsverfahren und zur Zusammenarbeit mit den Behörden der Mitgliedstaaten. In den von der Europäischen Staatsanwaltschaft geführten Ermittlungsverfahren finden ergänzend die diesbezüglichen Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten Anwendung. Daher bedarf es ergänzender Regelungen im deutschen Recht, die mit dem heute beschlossenen Gesetzentwurf der Bundesregierung geschaffen werden sollen. Darüber hinaus sieht der Gesetzentwurf unter anderem vor, dass die Strafvorschriften zum Schutz von Privatgeheimnissen und von Dienstgeheimnissen zukünftig auch auf alle europäischen Amtsträger anwendbar sind.

Den Gesetzentwurf finden Sie hier.

Quelle: PM des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vom 22.01.2020

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(ESV/fl)

Programmbereich: Steuerrecht

 
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