Sie haben folgende Möglichkeiten:
  1. zum Login.
  2. zur Navigation.
  3. zum Inhalt der Seite.

Die Chance auf flexibles Arbeiten steigert die Motivation von Beschäftigten. (Foto: Fotolia/stock.adobe.com)
Studie

Fast 70 Prozent im Homeoffice – Digitale Transformation in Arbeitsprozessen

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
14.07.2020
Die Arbeitswelt hat sich in der Corona-Pandemie rasant verändert. Das ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie des Fraunhofer IAO und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP).

Anhand einer Befragung, an der vom 5. bis 22. Mai 2020 rund 500 Unternehmen teilnahmen, analysierten die Studienpartner Auswirkungen, Chancen und Erfahrungen virtueller Arbeitsformen.

Mehr Angestellte arbeiten auf Distanz

Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Umsetzung von Arbeit auf Distanz sind hoch, resümiert das Fraunhofer IAO. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Angestellten in der Corona-Phase komplett im Homeoffice arbeiten. Bei 21 Prozent wird das Modell einer 50:50-Aufteilung gewählt. Vor der Corona-Krise war der Anteil der zuhause arbeitenden Mitarbeitenden deutlich geringer.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatten laut einer Befragung von rund 2.000 Erwerbstätigen im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit 35 Prozent die Möglichkeit, ihre Arbeit von zu Hause aus oder unterwegs zu erledigen. Mit 44 Prozent machten vor allem Führungskräfte von dieser Option Gebrauch. Unter allen Beschäftigten ohne Personalverantwortung lag der Anteil bei 29 Prozent.

„Gewaltiger Schub“ für digitale Transformation

Auch Geschäftsreisen und Kundenveranstaltungen wurden weitgehend durch digitale Formate ersetzt. Gleiches gilt für zentrale Personalprozesse wie Bewerbungs- und Einstellungsgespräche. 57 Prozent gaben an, die Gespräche erstmals virtuell durchzuführen. Bei Mitarbeitergesprächen lag der Anteil bei 62 Prozent und beim Kundendialog bei 72 Prozent.

„Die Zahlen veranschaulichen, welchen großen Einfluss Corona nicht nur auf das zwischenmenschliche Miteinander hat, sondern auch auf die Unternehmenswelt“, sagte Kai Helfritz von der DGFP. Die digitale Transformation in Arbeitsprozessen habe einen „gewaltigen Schub“ bekommen.

Führungskräfte bauen Vorbehalte ab

47 Prozent der Befragten bestätigten, dass vor allem Führungskräfte Vorbehalte abgebaut haben. Die Studie fördert auch Nachbesserungspotenziale zutage, etwa bei der Führung über Distanz und bei technischen Themen wie digitale Signaturen.

Die Ergebnisse der Studie „Arbeiten in der Corona-Pandemie – Auf dem Weg zum New Normal“ finden Sie hier.

Dienende Führung

Herausgegeben von: Dr. Hans Rudi Fischer, Prof. Dr. Heinz K. Stahl, Prof. Dr. Peter Schettgen, Dr. Hans Schlipat

Dienende Führung bedeutet in erster Linie, die Verantwortung für die Organisation, die Mitarbeiter und das Gemeinwohl in Einklang zu bringen. Doch wie können Führungskräfte diese „Dienstleistung" praktizieren? Dieser spannende Band bietet Orientierung für den notwendigen Paradigmenwechsel einer Führung, die eine neue Ich-Wir-Balance in Organisationen möglich macht. International namhafte Experten und Führungspersönlichkeiten zeigen, wie

  • Dienende Führung in der Praxis aussieht und warum sie sich als Führungskultur des 21. Jahrhunderts erweisen wird,
  • Maß und Mitte zwischen den Interessen – unternehmerischen, individuellen und am Gemeinwohl orientierten – von Führungskräften gefunden werden,
  • Motivation, Sinn und Identifikation dauerhaft Wettbewerbsvorteile schaffen.

Ein inspirierender Impulsgeber, der Vielfalt und Zusammenspiel Dienender Führung aus unterschiedlichsten fachlichen und beruflichen Perspektiven praxisnah beleuchtet. Ein Gespräch über das Heidelberger Modell Dienender Führung mit Amitai Etzioni, Mitglied des Club of Rome und Kommunitarier der ersten Stunde, rundet das Buch ab.


(ESV/fab)

iga.Barometer 19.06.2020
Auch ohne Corona: Homeoffice gewinnt an Bedeutung
Homeoffice war in den letzten Wochen für viele Unternehmen eine gute Option, die Corona-Pandemie zu meistern. Eine repräsentative Befragung von rund 2.000 Erwerbstätigen im Auftrag der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt jedoch, dass die Zahl von Berufstätigen im Homeoffice schon innerhalb der letzten drei Jahre zugenommen hat. mehr …

Personalführung 13.01.2020
Klare Regeln für das Home-Office
Damit das Home-Office den Hauptvorteil ausspielen kann, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren, müssen Führungskräfte für klare Regeln sorgen. mehr …

Programmbereich: Management und Wirtschaft