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Als Folge fehlender Kreditzusagen sehen Unternehmen häufig von Digitalisierungsprojekten ab. (Foto: Alexander Limbach - stock.adobe.com)
Finanzierung der Digitalisierung

Ohne Kredit bleibt's analog

ESV-Redaktion/ConsultingBay
17.03.2020
Mittelständler greifen bei der Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben deutlich weniger auf externe Quellen zurück als bei Investitionen.
So lautet die Kernaussage einer Studie von KfW-Research. Selbst wenn man Unternehmen miteinander vergleicht, die hinsichtlich ihrer Größe, ihres Alters, ihrer Bonität und des Projektvolumens nahezu identische Merkmale aufweisen steht fest: Digitalisierungsprojekte werden mit einem um 16 Prozentpunkte höheren Anteil aus internen Mitteln und zu einem um 14 Prozentpunkte geringeren Anteil mit Bankkrediten finanziert.

Besondere Merkmale von Digitalisierungsprojekten

Dieser Befund steht im Einklang mit Überlegungen, wonach besondere Merkmale von Digitalisierungsprojekten vor allem einer externen Finanzierung mithilfe von Bankkrediten entgegenstehen. Diese besonderen Merkmale sind:
  • Unsicherheit über den Erfolg,
  • Schwierigkeiten bei der Bewertung dieser Vorhaben durch externe Geldgeber sowie
  • ein geringer Anteil an materiellen Investitionen, der als Kreditsicherheit dienen kann.
Im Detail zeigt sich, dass insbesondere junge Unternehmen, kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten, Unternehmen, die über keine sehr gute Bonität verfügen sowie Unternehmen mit umfangreichen Digitalisierungsvorhaben nicht im gewünschten Ausmaß auf Bankkredite zurückgreifen können.

Als Folge davon geben Unternehmen zu wenig für Digitalisierung aus oder unterlassen Digitalisierungsprojekte vollständig. Das Digitalisierungspotenzial mittelständischer Unternehmen bleibt aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten unausgeschöpft.

Nachgefragt bei: Prof. Dr. Stefanie Hehn und Prof. Dr. Markus Hehn 20.03.2019
Hehn: „Tolle Finanzierungsmöglichkeiten am Markt für Mittelständler“
Die ESV-Redaktion sprach mit den Finanzwissenschaftlern und ESV-Autoren Prof. Dr. Stefanie Hehn und Prof. Dr. Markus Hehn über aktuelle Tendenzen bei der Unternehmensfinanzierung sowie Finanzierungsprobleme des Mittelstandes. mehr …

Studien hierzu sind bislang rar. Vorliegende Untersuchungen zu den Hemmnissen der Digitalisierung in Unternehmen kommen zum Schluss, dass Finanzierungsschwierigkeiten nicht zu den vorrangig genannten Digitalisierungshemmnissen zählen. Unternehmen, die Kreditverhandlungen zu Digitalisierungsvorhaben führen, geben jedoch deutlich häufiger Schwierigkeiten beim Kreditzugang an als beispielsweise Unternehmen mit Kreditverhandlungen zu Investitionsvorhaben.

Lesen Sie die vollständige Studie der KfW-Research hier.

Unternehmensfinanzierung

Autoren: Prof. Dr. Stefanie Hehn, Prof. Dr. Markus Hehn

Die Planung und Steuerung der Unternehmensfinanzierung zählt zu den betriebswirtschaftlichen Schlüsselfunktionen. Im globalen Wettbewerb und mit neuen Technologien sind dabei auch innovative Finanzierungsformen wie Crowdfunding zunehmend gefragt.

Was erfolgreiche Finanzierungsentscheidungen ausmacht, zeigen Ihnen Stefanie Hehn und Markus Hehn auf Basis aktueller Marktdaten.

  • Grundlagen der Unternehmensfinanzierung: Systematisierung der Finanzierung und finanzwirtschaftliche Ziele (Rentabilität, Liquidität, Sicherheit, Unabhängigkeit)
  • Finanzierung im Unternehmenslebenszyklus: Start-ups, Wachstumsunternehmen, etablierte Unternehmen, Krisenunternehmen
  • Eigenfinanzierung: durch Einlage der Gründungsgesellschafter, durch Crowdfunding, M&A oder Going Public
  • Fremdfinanzierung: Kreditfinanzierung, Mezzanine-Finanzierung

Eine leicht verständliche Einführung, die mit hohem Maß an Visualisierung, vielen Beispielen und großem Übungsteil überzeugt.


(ESV, uw)

Programmbereich: Management und Wirtschaft