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Im Strudel der Corona-Krise versorgt der Staat kleine und mittelständische Unternehmen mit viel Geld. (Foto: fotomek/stock.adobe.com)

Neue Schnell-Kredite für den Mittelstand – Bund legt nach

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
07.04.2020

Die Bun­des­re­gie­rung hat einen wei­ter­ge­hen­den KfW-Schnell­kre­dit für den Mit­tel­stand beschlossen. Die Maßnahmen basieren auf dem von der EU-Kommission zuvor veröffentlichten angepassten Beihilfenrahmen, teilt das Bundesfinanzministerium mit.

„Durch die 100-prozentige Haftungsfreistellung und den Verzicht auf eine übliche Risikoprüfung wird sichergestellt, dass diejenigen Unternehmen, die nur durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, rasch einen Kredit bekommen“, sagte der KfW-Vorstandsvorsitzende Dr. Günther Bräunig.

Eckpunkte der KfW-Schnellkredite

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • für Unternehmen mit 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • Kreditbetrag bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
  • Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten bis zu 500.000 Euro
  • Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten bis zu 800.000 Euro
  • Zinssatz von aktuell 3,00 Prozent pro Jahr
  • 10 Jahre Laufzeit
  • 100 Prozent Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch die Bank oder die KfW
Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten. Die vollständige Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums finden Sie hier. Weitere Details hat die KfW hier veröffentlicht.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln begrüßt, dass die Bundesregierung nachjustiert hat. „Die Hausbanken der Unternehmen müssen die Darlehen, die von der Staatsbank KfW bereitgestellt werden, prüfen und bewilligen – und das lief bislang keinesfalls immer reibungslos ab“, sieht das IW Köln als bisherige Bremse. Schließlich hätten die Banken trotz 80-prozentiger Risikoübernahme durch die KfW noch mit 20 Prozent im Risiko gestanden – die oft genannte 90-prozentige Risikoübernahme galt nur für Investitionen. Aktuell gehe es jedoch um Kredite für die Fortsetzung des Geschäfts, so das Institut. Jetzt trage die KfW das Ausfallrisiko bei Kleinunternehmen bis zu einem Betrag von einer halben Million Euro und bei Mittelständlern bis zu einem Volumen von 800.000 Euro. Die vollständige Stellungnahme des IW Köln finden Sie hier.

(ESV/fab)

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Programmbereich: Management und Wirtschaft