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Eine kurze Verlagsgeschichte in zehn Kapiteln



Kapitel V: Die fünfziger Jahre

Die politischen Ereignisse Anfang der fünfziger Jahre verstärken die faktische Teilung Berlins und damit Deutschlands. Westdeutschland geht unter Führung von Bundeskanzler Konrad Adenauer den Weg der westeuropäischen Integration. Ostdeutschland folgt mit Walter Ulbricht als Generalsekretär der Kommunistischen Partei dem Leitbild der Sowjetunion.

Dr. Wolfgang Stammler
Dr. Wolfgang Stammler

In Deutschland schlägt sich die Teilung auch stark im kulturellen Bereich nieder. Etliche aus dem Exil zurückkehrende Künstler sind unentschlossen, in welchen Teil Deutschlands sie zurückkehren sollen. Viele wie Ernst Bloch und Arnold Zweig entscheiden sich für Ostberlin. Auch Bertolt Brecht kehrt nach Ostberlin zurück und erhält 1954 endlich "sein Theater" am Schiffbauer Damm, das heutige Berliner Ensemble.

Im Erich Schmidt Verlag steht die Verlagsarbeit in dieser Zeit bevorzugt unter dem Gesichtspunkt, vorhandene Schwerpunkte im Programm systematisch und kontinuierlich weiter auszugestalten und zwischen den Teilgebieten im Programm Brücken zu schlagen. Ein Beispiel hierfür ist die Verlagsreihe "Moderne Rechtsformen der Wirtschaft", in der die verschiedenen Rechtsformen jeweils unter rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Gesichtspunkten behandelt werden. Auch entstehen die "ESV-Taschenlexika", die Urteilssammlungen für zahlreiche Rechtsgebiete umfassen. Insgesamt wird die Zahl der Titel, insbesondere im Bereich der Loseblattwerke und der Zeitschriften stark vermehrt.

Dr. Ellinor Kahleyss
Dr. Ellinor Kahleyss

Anfang der fünfziger Jahre wird im Erich Schmidt Verlag mit der Aufnahme der philologischen Verlagsarbeit ein weiterer neuer Themenkreis erschlossen. Im Frühjahr 1951 erscheint die erste Lieferung zu dem großen, unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter von Wolfgang Stammler herausgegebenen Sammelwerk "Deutsche Philologie im Aufriß". Das umfassende Standardwerk wird Ausgangspunkt der Verlagstätigkeit in den Bereichen Philologie, Volkskunde und Geschichte.

Unter der Leitung der Tochter des Verlagsgründers, Frau Dr. Ellinor Kahleyss, entwickelt sich eine umfangreiche Abteilung, die heute die Fachgebiete Germanistik, Anglistik und Amerikanistik, Romanistik, Volkskunde sowie Geschichte und Rechtsgeschichte umfaßt.

Mitten in dieser Aufbauarbeit der Nachkriegszeit stirbt am 22. Mai 1952 im Alter von nur 55 Jahren der Gründer des Verlages, Dr. Erich Schmidt. Seit 1945 hatte er sich am Aufbau der Berliner Verleger- und Buchhändlervereinigung maßgeblich beteiligt und ist zu dieser Zeit ihr Vorsitzender.

Nach dem Tod von Dr. Schmidt wird zunächst seine Frau, Dr. Hanna Schmidt, Eigentümerin des Verlages. Die Verlagsleitung übernimmt sein Sohn, Dr. Erich Schmidt jun.,der 1964 auch Eigentümer wird.

 
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